• 05.10.2012, 09:29:55
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Jaan Albrecht und Günther Ofner im management club: "Standort Wien für Luftfahrt von großer Bedeutung."

http://www.apa-fotoservice.at/galerie/3446/ Im Bild
v.l.n.r.: Jaan Albrecht (Austrian Airlines, CEO), Andrea Hodoschek
(Kurier), mc-Vizepräsident Dr. Günther Ofner (Flughafen Wien,
Vorstandsdirektor)

Wien (OTS) - In einer Diskussion im management club äußerten sich
Jaan Albrecht und Günther Ofner über die Zukunft der Luftfahrt in
Österreich. Beide bekräftigten ihre Überzeugung, dass der Flughafen
Wien und der Home-Carrier Austrian Airlines starke Partner seien und
der Standort große Wachstumsmöglichkeiten bietet.

Unter der Moderation von Kurier-Wirtschaftsredakteurin Andrea
Hodoschek diskutierten am 3. Oktober 2012 der Vorstandsvorsitzende
der Austrian Airlines Jaan Albrecht und der Vorstandsdirektor der
Flughafen Wien AG Dr. Günther Ofner über die Herausforderungen in
ihren Unternehmen und die Chancen des Luftverkehrs in Österreich.
Günther Ofner sprach über die Wachstumsmöglichkeiten des Flughafen
Wien. Die derzeitigen Kapazitäten wären mit einem Passieraufkommen
von 30 Millionen Reisenden jährlich ausgeschöpft. Die wirtschaftliche
Dynamik und der zunehmende Tourismus verlangen aber nach einer
dritten Piste. Ofner blickt optimistisch in die Zukunft: "Aus dem
Flughafen wird eine Airport-City. Das Dreieck Prag, Wien-Bratislava
und Budapest wird zu einer der wirtschaftlich stärksten Region
Europas bis 2050. Damit ist Wien ein wichtiger Knotenpunkt für diesen
Einzugsbereich, in dem viele Millionen Menschen leben."

Dazu passte auch die Ansage von Albrecht, insbesondere das Angebot
der AUA im Langstreckenverkehr auszubauen und Wien als Hub zu
positionieren. Albrecht zeigte sich allgemein über die Zusammenarbeit
mit dem Flughafen äußerst zufrieden. Auch der Mutterkonzern Lufthansa
sei mit der Entwicklung der österreichischen Tochter zufrieden. Ofner
versicherte, den Turn-Around der Austrian so gut es geht zu
unterstützen. Ein starker Home-Carrier ist für den Standort Wien
unersetzlich. Hier sei man auf einem guten Weg bekräftigten beide
Diskutanten.

Jaan Albrecht verteidigte dabei die getroffenen, zum Teil harten
Maßnahmen, insbesondere den Betriebsübergang auf die 100-Prozent
Tochter Tyrolean. Er merkte zwar an, dass er den Unmut der
Belegschaft verstehe, aus unternehmerischer Perspektive sei dieser
Schritt allerdings alternativlos gewesen. "Die Veränderungen sichern
die Zukunft der rot-weiß-roten Heckflosse. Sie sind auch deshalb
notwendig, um die Investitionen in neues Fluggerät, moderne
Ausstattung und Komfort aus eigener Kraft zu finanzieren." Heuer
investiert die Austrian Airlines 90 Mio. Euro in die
Langstreckenflotte und neue Sitze.

Betreffend der Situation nach dem erstinstanzlichen
Umweltverträglichkeitsbescheides des Landes Niederösterreich laufen
aktuell 28 Berufungen dagegen. Angesichts der Widerstände gegen
andere Flughafen-Projekte in Europa sei dies eine gute Ausgangslage,
mit einer endgültigen rechtskräftigen Entscheidung sei 2014/15 zu
rechnen.

Auch der neue Terminal Check-In 3, der eine Verdoppelung der
Terminalfläche am Flughafen Wien bedeutet, ist trotz der schwierigen
Entstehung schlussendlich zu einem Erfolgsprojekt geworden.

Obwohl die Diskussion von einer positiven Stimmung und einer
optimistischen Sicht auf die Zukunft der österreichischen Luftfahrt
gekennzeichnet war, brachte es Jaan Albrecht auf den Punkt: "Man kann
nie sagen: Es ist genug."

Weitere Bilder unter: http://www.apa-fotoservice.at/galerie/3446/

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sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at

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