- 04.10.2012, 12:07:17
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Sicherheitsstrategie - Darabos: Kein Bedarf mehr für Massenheer
Darabos und Resch präsentieren Kernpunkte aus Sicherheitsstrategie und Profilvariante "F2"
Utl.: Darabos und Resch präsentieren Kernpunkte aus
Sicherheitsstrategie und Profilvariante "F2"=
Wien (OTS/BMLVS) - Verteidigungsminister Norbert Darabos hat heute,
Donnerstag, bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Brigadier Peter
Resch die Kernpunkte der im März 2011 beschlossenen
Sicherheitsstrategie und die darauf aufbauenden Planungen zur
Neuausrichtung des Bundesheeres erläutert. "Das Bundesheer der
Zukunft muss rasch verfügbar, professionell ausgebildet und modern
ausgerüstet sein. Bedarf für ein Massenheer im alten Sinn gibt es
nicht mehr", sagte Darabos. Und weiter: "Das vorgeschlagene Profil
spricht daher aus meiner Sicht klar für die Umstellung auf ein
Profi-Heer."
Die künftigen Aufgaben des Bundesheeres sind durch die
Sicherheitsstrategie klar definiert. "Die Bundesregierung hat die
relevanten Risiken für Österreich, die Interessen und die Ziele
unserer Sicherheitspolitik in einem Bericht zur Sicherheitsstrategie
im Ministerrat beschlossen", erläuterte Darabos. Internationaler
Terrorismus, die Folgen regionaler Konflikte, natürliche und
technische Katastrophen gehören demnach zu den neuen
Bedrohungsbildern.
"Der Schutz unserer Souveränität, Hilfeleistung bei Katastrophen,
aber auch ein Beitrag zum internationalen Krisenmanagement sind die
Aufgaben, denen sich das Bundesheer künftig verstärkt widmen muss",
so der Minister. Konventionelle Angriffe auf Österreich würden
hingegen der Vergangenheit angehören. In der Sicherheitsstrategie
sieht der Minister auch eine "zentrale Entscheidungsgrundlage für die
Volksbefragung im kommenden Jänner".
Auf Basis des Berichts zur neuen Sicherheitsstrategie wurden
anschließend vom Generalstab "verteidigungspolitische Profile"
erarbeitet, um den geänderten Anforderungen Rechnung zu tragen. "Das
bestbewertete Modell, das Profil 'F2 - gesteigerte Kooperation',
bietet damit die wesentliche Grundlage für die notwendige
Neuausrichtung der Streitkräfte", so Darabos. Die Profilvariante "F2"
umfasse alle notwendigen Fähigkeiten des Österreichischen
Bundesheeres für die Zukunft, so Brigadier Resch, Leiter der Gruppe
Grundsatzplanung im Verteidigungsministerium. "Wir bereiten uns aus
Raum- und Objektschutz vor, wir sind damit im In- und Ausland
kooperationsfähig und stehen im Katastrophenfall zur Verfügung, wo
andere nicht mehr helfen können", so Resch.
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