- 04.10.2012, 11:22:39
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Grünewald: Zugangsbeschränkungen leisten keinen nachhaltigen Beitrag
Grüne befürchten weitere Restriktionen
Utl.: Grüne befürchten weitere Restriktionen=
Wien (OTS) - "Weitere Zugangsbeschränkungen leisten keinen
nachhaltigen Beitrag an die Universitäten samt ihrer Lehre und
Forschung. Tatsache ist, dass Rektoren und Rektorinnen immer wieder
betont haben, dass Studiengebühren nicht ihr primäres Problem sind,
sondern die deutliche Unterfinanzierung des tertiären
Bildungssektors. Ebenfalls Tatsache ist, dass Österreich von Seiten
der OECD aufgrund seiner unterdurchschnittlichen Beteiligung an
höherer Bildung gemahnt und zu mehr Investitionen in Lehre und
Forschung aufgefordert wurde" äußert sich Kurt Grünewald,
Wissenschaftssprecher der Grünen kritisch.
"Wenn man glaubt, Qualität und Wettbewerbsfähigkeit primär nur durch
die Reduktion der Studierendenzahlen erzielen zu können, dann ist das
ein bildungspolitischer Pyrrhussieg. Die Versprechungen, die
Treffsicherheit der Studienwahl zu erhöhen, eine bessere
Studierendenberatung anzubieten und Orientierungssemester, die diese
Bezeichnung auch verdienen, bleiben zumeist nur vage Floskeln. Immer
noch fehlen Methoden einer sinnhaften und verträglichen Lenkung von
Studierendenströmen, nicht nur zwischen den Studienrichtungen,
sondern auch zwischen den unterschiedlichsten Standorten", ärgert
sich Grünewald.
"Zehntausende von Studierwilligen werden künftig vor verschlossenen
Türen stehen. Sollen sie, wie Bundesminister Töchterle einmal meinte,
fünf Jahre lang einfach etwas anderes machen, um dann endlich das
studieren zu können, was sie bereits seit fünf Jahren wollen? Was
sagen die Verantwortlichen diesen jungen Menschen und ihren
Eltern?", fragt sich Grünewald und ergänzt: "Was von der sogenannten
Hochschulmilliarde bleibt, ist, wie RektorInnen treffend bemerken,
kaum mehr als die Zementierung des Status quo. Durch weitere
Zugangsbeschränkungen sind Dominoeffekte zu erwarten und diese werden
weitere Restriktionen auf Schiene legen" warnt Grünewald.
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