- 03.10.2012, 15:17:24
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VÖZ-Grünberger gegen "Schlechtreden" der Presseförderung
Vergabe der Presseförderung ist an objektive Kriterien gebunden - "Wer kleinen Titeln Förderung streicht, vernichtet Arbeitsplätze"
Utl.: Vergabe der Presseförderung ist an objektive Kriterien
gebunden - "Wer kleinen Titeln Förderung streicht, vernichtet
Arbeitsplätze"=
Wien (OTS) - Die Vermengung der sogenannten "Inseratenaffäre" mit der
gesetzlichen Presseförderung ist ein unzulässiger
Äpfel-und-Birnen-Vergleich: "Damit soll ein Förderinstrument schlecht
geredet werden, das für die Meinungs- und Titelvielfalt in Österreich
eine unverzichtbare Stütze darstellt. Viele kleinere regionale Titel
wären ohne Mittel aus der Presseförderung in ihrer Existenz
gefährdet", betont VÖZ-Geschäftsführer Gerald Grünberger in Hinblick
auf die Aussagen des Grünen Landwirtschaftssprechers Wolfgang
Pirklhuber.
"Die Vergabe der Presseförderung ist an objektive und
nachvollziehbare Kriterien geknüpft, deren Einhaltung von der
Presseförderungskommission und der KommAustria geprüft wird. Werden
diese Förderkriterien von Zeitungen erfüllt, egal ob sie sich im
Besitz einer Partei befinden oder einer politischen Bewegung nahe
stehen, sind sie bezugsberechtigt, egal um welche Partei es sich
dabei handelt", unterstreicht der VÖZ-Geschäftsführer. Eine
Beurteilung der Inhalte ist auf Grund der verfassungsrechtlich
gebotenen Pressefreiheit strikt abzulehnen.
In Hinblick auf eine allfällige Reform der Presseförderung ist das
Thema Medien- und Titelvielfalt auf Grund der wirtschaftlich
angespannten Situation aktueller denn je: "Gerade die kleinen Titel
brauchen die Presseförderung wie einen Bissen Brot. Wer ihnen die
Presseförderung streicht, vernichtet journalistische Arbeitsplätze",
so Grünberger, der abschließend zu bedenken gab, dass im Gegensatz
zur Presseförderung die Parteienförderung für alle Parteien -
inklusive der Grünen - erst im Juni stattlich erhöht wurde. Beide
Förderinstrumente wurden Mitte der 1970er Jahre gemeinsam eingeführt.
Die Parteienförderung wurde seitdem ausgebaut, die Presseförderung
hingegen heuer auf 10,7 Mio. Euro gekürzt.
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