• 03.10.2012, 14:37:36
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Jakob Auer: Die Leistungen der heimischen Landwirtschaft sind beeindruckend

Landwirtschaftsausschuss diskutiert heute über Grünen Bericht 2012 und aktuelle Fragen zur Weiterentwicklung der Gemeinsamen Agrarpolitik

Utl.: Landwirtschaftsausschuss diskutiert heute über Grünen Bericht
2012 und aktuelle Fragen zur Weiterentwicklung der Gemeinsamen
Agrarpolitik=

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Als besonderes beeindruckende Leistungsschau der
Land- und Forstwirtschaft bezeichnete heute, Mittwoch, der Obmann des
Landwirtschaftsauschusses Bauernbundpräsident ÖVP-Abg. Jakob Auer den
Grünen Bericht 2012. "Unsere Bauern bringen qualitativ hochwertige
Produkte in ausreichender Menge zu leistbaren Preisen auf den Markt.
Diese werden in einer intakten Umwelt und zu höchsten Hygiene- und
Tierschutzstandards produziert", ist Jakob Auer stolz auf die
Leistungen der Bauern für Ernährungssicherheit und Lebensqualität in
unserem Land. Die land- und forstwirtschaftliche Produktion sichert
regionale Beschäftigung und ist eine Schlüsselbranche für die
Wirtschaft am Land.

Die Steigerung des Produktionswertes der Land- und Forstwirtschaft im
Jahr 2011 um 13,4 Prozent auf rund 8,9 Milliarden Euro ist ein
deutlicher Hinweis auf die hervorragende Wirtschaftskraft der
Landwirtschaft. Die Bäuerinnen und Bauern sind wichtige Kunden im
industriell-gewerblichen Bereich sowie im Dienstleistungsbereich. Vor
allem kleinere und mittlere Betriebe aus Handel, Handwerk und Gewerbe
im ländlichen Raum sind stark mit der Landwirtschaft verbunden. Zudem
nutzen die Bauern eine breite Palette von Dienstleistungen, wie etwa
diverse Beratungsleistungen von produktionstechnischen Fragen bis hin
zur Tiergesundheit und Qualitätsüberwachung. Damit sichert die Land-
und Forstwirtschaft rund 530.000 Arbeitsplätze am Land: rund 150.000
auf den Höfen und weitere rund 380.000 in den vor- und nachgelagerten
Bereichen. "Es braucht daher den vollen Einsatz aller politisch
Verantwortlichen bis hin zum Bundeskanzler, um die heimischen
Agrargelder in Brüssel und mit diesen tausende heimische Existenzen
abzusichern", erinnert Auer an die nun laufenden GAP-Verhandlungen.

Einkommensplus erfreulich

Der Anstieg der landwirtschaftlichen Einkommen um 33 Prozent, wie sie
im Grünen Bericht dargestellt sind, ist für den Bauernbundpräsidenten
noch keine Entwarnung. "Wir sind noch immer nicht da, wo wir schon
einmal waren. Aber das Plus zeigt, wie erfolgreich die Landwirte
trotz wirtschaftlich schwieriger Zeiten und massiver Teuerungen bei
Dünge-, Futtermittel- und auch Energiekosten gearbeitet haben. Gönnen
wir ihnen daher das Einkommensplus im vergangenen Jahr", weist Jakob
Auer auch darauf hin, dass es trotz guter Ertragsbasis in den Jahren
2010 und 2011 noch immer nicht gelungen ist, das Einkommensniveau im
Vergleichszeitraum 2006 bis 2008 zu erreichen. "Die extremen
Wetterereignisse und daraus resultierende Ernteeinbußen im heurigen
Jahr wirken sich bereits jetzt auf die Einkommenssituation der
bäuerlichen Familien aus", so Auer.

Nachhaltige Landwirtschaft schafft Ernährungssicherheit

"Nur eine produktive und nachhaltige Landwirtschaft kann jene
Herausforderungen bewältigen, die ihr von der Gesellschaft gestellt
werden", weist Jakob Auer auf die Problematik sinkender Ressourcen
bei einem steigenden Lebensmittelbedarf hin. So etwa standen 1979 für
3,7 Milliarden Menschen 3.800 Quadratmeter Boden pro Kopf zur
Verfügung, 2050 werden es für gut neun Milliarden Menschen nur mehr
1.800 Quadratmeter pro Person sein. "Agrarreformen, die dem nicht
nachkommen, werden weder den Hunger in der Welt bekämpfen noch die
Energiefragen lösen, die auf uns zukommen", lehnt Jakob Auer
neuerlich den Greening-Vorschlag der EU-Kommission ab. "Produktive
Böden aus der Produktion zu nehmen ist ohne jeden Praxisbezug und
nachhaltig einfach falsch!"
(Schluss)

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