• 03.10.2012, 14:22:04
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Windbüchler-Souschill für Öffnung der Auslandsdienste auch für Frauen

20 Jahre Auslandsdienste: Gedenk-, Sozial- und Friedensdienste finanziell für Frauen und Männer absichern

Utl.: 20 Jahre Auslandsdienste: Gedenk-, Sozial- und Friedensdienste
finanziell für Frauen und Männer absichern=

Wien (OTS) - Das Innenministerium feierte heute gemeinsam mit den
Trägerorganisationen und Zivildienstleistenden, aber auch mit den
Freiwilligen, das 20 Jahre Jubiläum
der Auslandszivildienste. Begonnen hat die Auslandsarbeit für
Zivildienstleistende als Gedenkdienst im Museum Auschwitz-Birkenau.
Im Jahr 2011 gab es 110 Auslandsdienstleistende.
Im Rahmen des Auslandsdienstes verpflichten sich junge Männer für ein
Jahr, fern der Heimat einen Dienst als Botschafter Österreichs im
Rahmen des Wehrersatzdienstes in Gedenkstätten zu leisten, mit
Waisenkindern oder in der Landwirtschaft zu arbeiten.

"Die engagierte Arbeit der Trägerorganisationen, der einzelnen
Engagierten und der Zivildienstleistenden muss gewürdigt und
anerkannt werden. Für uns Grüne ist jedoch dieses Jubiläum nicht nur
ein Tag der Rückschau, es ist vor allem ein Tag, der die zukünftige
Ausrichtung und die Finanzierung der Auslandsdienste im Blickfeld
hat. Das große Manko im Auslandsdienst ist die fehlende Möglichkeit
für Frauen, diesen Dienst leisten zu können. Nur Männer im Rahmen
ihrer Zivildienst-Pflicht haben die Möglichkeit, entsendet zu werden.
Frauen haben dies ausnahmslos freiwillig und unter prekären
Verhältnissen zu leisten", kritisiert die Zivildienstsprecherin der
Grünen, Tanja Windbüchler-Souschill und fordert daher "die Öffnung
des Auslandsdienstes, der finanziell abgesichert und für alle
Engagierten gesetzlich geregelt ist, auch für Frauen."

Die Annahme von Innenministerin Mikl-Leitner, dass bei einer etwaigen
Abschaffung der Wehrpflicht die wichtigen Dienste im Ausland auch
wegfallen würden, sieht Windbüchler-Souschill nicht: "Schon jetzt
sind die Anmeldungen von Männern und Frauen für Gedenk-, Sozial- und
Friedensdienste so hoch, dass keine Sorgen bestehen, dass diese
Dienste nicht besetzt werden. Mit einer finanziellen und rechtlichen
Absicherung wird den so wichtigen Dienstleistenden weit mehr
geholfen, als mit der allgemeinen Wehrpflicht."

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