• 03.10.2012, 11:36:05
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Volkshilfe: Ungleichheit empörend, Umverteilung gefordert

Neu veröffentlichte Daten zur Ungleichverteilung des Vermögens in Österreich

Utl.: Neu veröffentlichte Daten zur Ungleichverteilung des Vermögens
in Österreich=

Wien (OTS) - Eine gestern publizierte Studie der Österreichischen
Nationalbank stellt erneut fest, dass die Ungleichheit in Österreich
extrem ausgeprägt ist. Während der Großteil der Bevölkerung wenig bis
nichts hat, gibt es auf der anderen Seite "sehr wenige Haushalte mit
sehr hohem Nettovermögen".

"Damit wird von wissenschaftlicher Seite bestätigt, dass es eine
Umverteilung durch neue Steuern braucht, damit der Wohlstand
gerechter verteilt wird. Das ist nicht nur eine Frage von
Gerechtigkeit und Chancengleichheit, sondern letztlich auch eine
Frage des sozialen Zusammenhalts und Friedens", sagt Univ.-Prof. Dr.
Josef Weidenholzer, Präsident der Volkshilfe Österreich.

Während das ärmste Zehntel der ÖsterreicherInnen über höchstens
1.000 Euro Ersparnisse verfügt, hat das reichste mindestens 542.000
Euro, nach oben gibt es keine Grenzen.

Effektive Umverteilung gefordert

"Sparpakete zu schnüren ist der falsche Weg. Die Alternative zur
Schuldenbremse ist effektive Umverteilung", sagt Weidenholzer und
schließt sich den Forderungen der Arbeiterkammer nach einer
Besteuerung von Vermögen und einer Finanztransaktionssteuer an und
tritt außerdem die Wiedereinführung der Erbschaftssteuer ein. Mit den
neuen Steuern könnten auch dringend benötigte Investitionen in die
Zukunft getätigt werden: In ein Bildungssystem, das sozialer
Ausgrenzung entgegenwirkt, in qualitativ hochwertige und leistbare
Pflege für alte und kranke Menschen und einen inklusiven
Arbeitsmarkt, der allen Menschen Chancen auf würdige, ausreichend
bezahlte Arbeit bietet."

"In einem so reichen Land wie Österreich, darf es keine Armut
geben. Soziale Dienste, Pflege, gute Bildung und Gesundheit müssen
für alle Menschen zugänglich sein", mahnt Weidenholzer und betont:
"Außerdem wissen wir, dass Umverteilung nicht nur den Armen nutzt,
sondern in gleicheren Gesellschaften lebt es sich für alle besser,
auch für die Reichen."

Am 6. Oktober finden unter dem Motto "Es reicht - für alle. Den
Kuchen neu verteile!" österreichweit Aktionen für eine faire
Umverteilung statt.

http://neuverteilen.wordpress.com/

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