- 03.10.2012, 11:35:35
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Schultes: Bäuerliche Genossenschaften verbessern globale Ernährungssicherheit
Welternährungstag: Lokale Maßnahmen zur Lösung des weltweiten Hungerproblems
Utl.: Welternährungstag: Lokale Maßnahmen zur Lösung des weltweiten
Hungerproblems=
St. Pölten (OTS) - Der bevorstehende Welternährungstag am 16.10.
widmet sich im Jahr der Genossenschaften deren Rolle zur Verbesserung
der Welternährungssituation. LK NÖ-Präsident Hermann Schultes dazu:
"Wir müssen Hunger dort bekämpfen, wo er entsteht. Zur Lösung des
globalen Hungerproblems braucht es lokale Maßnahmen. Daher freute es
mich, dass die FAO die Bedeutung von bäuerlichen Genossenschaften
heuer ins Zentrum der Diskussion rund um den Welternährungstag
stellt."
Nahezu eine Milliarde Menschen weltweit ist von Hunger und
Mangelernährung betroffen. Die meisten Hungernden leben
paradoxerweise am Land und sind zumeist selbst Bauern. Daher ist es
eine Kernfrage, wie die lokale Produktion und Eigenversorgung und
folglich die Verfügbarkeit von Lebensmitteln nachhaltig gesteigert
werden kann. "Durch den Auf- und Ausbau von landwirtschaftlichen
Genossenschaften kann die Ernährungssicherheit wesentlich verbessert
und die Kaufkraft der Kleinbauern gestärkt werden", unterstreicht
Schultes. So schätzt die FAO, dass weltweit über 100 Mio.
Arbeitsplätze durch Genossenschaften geschaffen werden. "Die über
100-jährige Geschichte der Genossenschaftsidee im europäischen Raum
ist ein gutes Beispiel dafür, wie erfolgreich diese zur Verbesserung
der wirtschaftlichen Situation der Bäuerinnen und Bauern beitragen
kann, wenn es entsprechendes Wissen, die nötigen Freiheiten und
Rechtssicherheit gibt", so Schultes weiter.
Angesichts der globalen Bevölkerungsprognosen, die von einem
Ansteigen der Weltbevölkerung auf 9 Mrd. Menschen bis zum Jahr 2050
ausgehen, steht auch die europäische Landwirtschaft vor der
Herausforderung, eine nachhaltige Produktivitätssteigerung zu
erwirken. "Der österreichische Weg mit einer regional angepassten
Qualitätsproduktion ist ein zukunftsfähiger Beitrag für die globale
Ernährungsfrage und steht andererseits nicht im Widerspruch zu
Umwelt- und Klimazielen. Ein wichtiges Augenmerk betrifft dabei die
Erhöhung des Selbstversorgungsgrads - wir müssen soweit als möglich
lokal produzieren, was wir lokal nachfragen. Hier besteht gerade bei
Eiweißfuttermitteln Handlungsbedarf: Mit ActiProt als gentechnikfreie
Alternative zu Sojaimporten ist ein Schritt in die richtige Richtung
bereits gelungen. Wir wollen hier Modell für Europa und die Welt
sein", schließt Schultes.
(Schluss)
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