• 03.10.2012, 09:47:04
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Fritz Strobl begrüßt Stögers Vorstoß zur sozialen Absicherung Selbstständiger

SWV-Wien-Präsident Strobl: Krankengeld für Selbstständige ist ein zweiter Schritt in die richtige Richtung, aber ...

Utl.: SWV-Wien-Präsident Strobl: Krankengeld für Selbstständige ist
ein zweiter Schritt in die richtige Richtung, aber ...=

Wien (OTS) - "Ich begrüße ausdrücklich den von Gesundheitsminister
Alois Stöger eingebrachten Gesetzesentwurf zur erstmaligen Einführung
eines Krankengeldes für Selbstständige und freue mich, dass sich nach
langer sozialer Kälteperiode vor allem für Eine-Person-Unternehmen
endlich etwas Substantielles tut", kommentiert SWV-Wien-Präsident
Fritz Strobl Stögers Vorstoß zur besseren sozialen Absicherung von
Menschen, die unternehmerisch tätig sind.

Die soziale Absicherung von Unternehmerinnen und Unternehmern ist
immerhin eine Vision des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes,
die mit dem Gesetzesentwurf des Gesundheitsministeriums "zumindest
auf Schiene gebracht" wird: "Zu lange wurden die wahren
Lebensrealitäten von Selbstständigen seitens der Politik übersehen,
verkannt oder einfach ignoriert - das muss man auch als Politiker
selbstkritisch anmerken."

Ein großer Schritt für die Politik, aber ein kleiner Schritt
für Selbstständige

"Der vorliegende Entwurf ist sicher ein großer Schritt für die
Politik, aber ein kleiner Schritt für unsere Unternehmerinnen und
Unternehmer. Ich werde auch in den kommenden Wochen weiterhin eine
starke Stimme für die Selbstständigen sein - nicht immer vor Mikros
oder Kameras. Es ist viel ehrliche Überzeugungsarbeit zu leisten",
erklärt Fritz Strobl.

Laut Strobl bestehen noch immer - vor allem gegenüber
Eine-Person-Unternehmen - Vorurteile und falsche Legenden:
Tatsächlich ist die soziale Lage vieler Unternehmerinnen und
Unternehmer traurig - viele leben am oder unter dem Existenzminimum.
Besonders Eine-Person-Unternehmen, die durch Krankheit längere Zeit
arbeitsunfähig sind und dadurch keine Aufträge annehmen oder
erledigen können, brauchen ein soziales Auffangnetz. "Laut Entwurf
greift das Krankengeld für Selbstständige erst nach dem 43. Tag der
Arbeitsunfähigkeit - das wäre keine Hilfe für unsere
Eine-Person-Unternehmen. Eine Schließung des Betriebes für 43 Tage
bedeutet in den meisten Fällen die Vernichtung der Existenz! Eine
schnelle und unbürokratische Hilfe muss daher oberste Priorität
haben. Wer schnell hilft, hilft doppelt", sagt Strobl.

Hinzu kommt, dass man im Krankheitsfall bei jedem Arztbesuch mit
einem 20%-Selbstbehalt "bestraft" wird. "Deshalb kämpfe ich für die
restlose Abschaffung des 20%-SVA Selbstbehaltes - bis er weg ist",
verweist Strobl auf eine weitere wichtige Forderung des SWV Wien.

Fritz Strobl stellt abschließend fest: "Die Einführung des
Arbeitslosengeldes für Selbstständige war ein erster Schritt in die
richtige Richtung, das Krankengeld wird der zweite, die Abschaffung
des 20%-SVA Selbstbehaltes der dritte Schritt sein. Viele weitere
werden noch folgen müssen!"

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | WVW

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