- 02.10.2012, 14:21:31
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H.P. Martin zu EU-Stresstest-Berichten: "Verhindern, dass Atom-Lobby die Endberichte noch verwässert"
Wien (OTS) - Gefahr der Einflussnahme, nachdem Vorstellung des
Endberichtes plötzlich um mehrere Wochen verschoben wurde /
Veränderungen müssen offengelegt werden / Hoffnung auf Umdenken in
bisher noch AKW-freundlichen Staaten
Zur den Berichten über EU-AKW-Stresstests zu AKW erklärt der
unabhängige EU-Abgeordnete Hans-Peter Martin:
"Die Befürchtungen haben sich bestätigt. Erneut wurde der Nachweis
erbracht, wie unsicher die Atomenergie ist. Dass die angekündigte
Präsentation des Endberichts durch EU-Kommissar Günther Oettinger
morgen Mittwoch nun plötzlich verschoben wurde und laut offiziellen
Angaben noch "weiter diskutiert wird und der Bericht doch noch nicht
fertig sei", muss beunruhigen.
Jetzt muss verhindert werden, dass die äußerst weit gefächerte
Atom-Lobby ihren Einfluss nutzt, die kritischen Ergebnisse im letzten
Moment noch zu verwässern. Allein in Brüssel unterhalten
Atom-Lobbyisten mehr als 50 Büros und pflegen engste Kontakte zur
Kommission und fungieren teilweise als offizielle Berater von
ranghöchsten Kommissionsbeamten (Details siehe meine Internetseite
www.atomticker.eu)
Die EU-Kommission ist aufgefordert, die bisherige Fassung des
Endberichts nach dem letzten Treffen der Expertengruppe ENSREG am 27.
September 2012 ebenso vollständig zu veröffentlichen wie auch
detaillierte Angaben dazu zu machen, wer ab nun noch welche
Veränderungen vornimmt.
Im Positiven können die Stresstests einen wichtigen Beitrag
leisten, dass weitere Regierungen in der EU endlich umdenken und das
Ende des Atomzeitalters konsequent vorangetrieben wird."
Hinweis: Die zum Ausdruck gebrachten Meinungen liegen in der
alleinigen Verantwortung der jeweiligen Verfasser und geben nicht
unbedingt den offiziellen Standpunkt des Europäischen Parlaments
wieder.
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