• 01.10.2012, 13:00:32
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Schaffelhofer: Alternativer Ethikunterricht ist "begrüßenswert"

Neu gewählte Präsidentin der Katholischen Aktion betont Recht auf konfessionellen Religionsunterricht und unterstützt Ethikunterricht-Vorschlag von Staatssekretär Kurz

Utl.: Neu gewählte Präsidentin der Katholischen Aktion betont Recht
auf konfessionellen Religionsunterricht und unterstützt
Ethikunterricht-Vorschlag von Staatssekretär Kurz=

Wien, 01.10.12 (KAP) Der konfessionelle Religionsunterricht ist ein
Recht des Kindes und ein vorrangiges Bildungsziel. Das betonte die
neu gewählte Präsidentin der Katholischen Aktion Österreichs (KAÖ),
Gerda Schaffelhofer, am Montag in einer Stellungnahme gegenüber
"Kathpress". Gleichzeitig unterstützte Schaffelhofer das von
Integrationsstaatsekretär Sebastian Kurz am Sonntag vorgeschlagene
Modell eines alternativen Ethikunterrichts. Es sei "begrüßenswert,
wenn Kinder und Jugendliche, die ohne religiöses Bekenntnis oder vom
Religionsunterricht abgemeldet sind, wenigstens einen
Ethikunterricht besuchen sollen", so die neue KA-Präsidentin, weil
auch diese Schüler Hilfestellungen bräuchten, um ihre
Lebensorientierung zu finden.

Ein gleichwertiger Ersatz für den Religionsunterricht sei der
Ethikunterricht jedoch nicht, unterstrich die Präsidentin der
größten kirchlichen Mitgliederorganisation. Von daher sei allen
Tendenzen, die einen allgemeinen Ethikunterricht als Ersatz für den
Religionsunterricht forcieren und diesen zur Privatsache erklären,
"mit Entschiedenheit entgegenzutreten".

"Religiöse Erziehung muss im Unterricht ihren festen Platz haben",
forderte die studierte Theologin und Germanistin. "Im
Religionsunterricht geht es ja nicht nur um die soziale Dimension
unseres Handelns, sondern darum die persönliche Beziehung zu Gott zu
reflektieren und im Idealfall auch zu vertiefen. Diesen Anspruch
dürfen wir nie aufgeben", zeigte sich Schaffelhofer überzeugt.

Integrationsstaatsekretär Kurz hatte sich in einem Positionspapier,
aus dem in der "Presse am Sonntag" zitiert wurde, zum
Ethikunterricht geäußert und diesen als verpflichtende Alternative
für alle Schulstufen vorgeschlagen. Deutliche Unterstützung für
diesen Vorschlag kam von der kirchlichen Schulverantwortlichen
Christine Mann. Die Position des Staatssekretärs decke sich bis auf
wenige praktische Nuancen mit der Position der katholischen Kirche,
sagte die geschäftsführenden Leiterin des Interdiözesanen Schulamtes
am Sonntag gegenüber "Kathpress".

Gerda Schaffelhofer, Verlegerin und Geschäftsführerin der
Wochenzeitung "Die Furche", wurde am Samstag in Innsbruck an die
Spitze der Katholischen Aktion gewählt. Die Wahl erfolgte mit großer
Mehrheit und muss noch von der Bischofskonferenz bestätigt werden.

Mehr auf www.kathpress.at (forts. mgl.) pwu/gut/

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