• 30.09.2012, 10:04:11
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Grüne für verbindlichen Ethik- und Religionenunterricht

Walser zu Kurz: Wir wollen Dialog statt Abschottung

Utl.: Walser zu Kurz: Wir wollen Dialog statt Abschottung=

Wien (OTS) - "Schade, dass Staatssekretär Kurz nicht für Integration,
sondern für Trennung von Kindern je nach religiösem Bekenntnis
eintritt", zeigt sich Harald Walser, Bildungssprecher der Grünen,
enttäuscht von der Forderung, Kinder nach dem Religionsbekenntnis zu
separieren.

Walser erinnert daran, dass die Katholiken in Wien bereits eine
Minderheit sind und in vielen Schulen nur eingeschränkt
Religionsunterricht stattfinden kann: "Wir wollen Dialog und nicht
Abschottung. Alle Kinder sollen gemeinsam über gesellschaftliche
Werte diskutieren - etwa die Stellung der Frau, Toleranz oder
Schwangerschaftsverhütung. Niemand soll indoktriniert werden, sondern
alle sollen und müssen in der Schule zu einem Gedankenaustausch über
unterschiedliche, miteinander oft unvereinbare Werthaltungen animiert
werden." Das kann eine Antwort auf fundamentalistische und
demokratieverachtende Tendenzen in etlichen Religionsgemeinschaften
sein.

Die Grünen treten daher für einen verbindlichen Ethik- und
Religionenunterricht ein und einen konfessionellen
Religionsunterricht so wie jetzt auf freiwilliger Basis: "Wichtig ist
es, dass in unserer multireligiösen beziehungsweise nichtreligiösen
Welt Jugendliche mit oft unterschiedlichen Wertvorstellungen
konfrontiert werden, mit den Menschenrechten, mit Religionen und
ihren Grundsätzen. Das ist die Basis für ein respektvolles
Zusammenleben in einer heterogenen Gesellschaft", meint Walser.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | FMB

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