• 29.09.2012, 13:04:33
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Moser: Sparmaßnahmen bei den ÖBB gehen zu Lasten von Sicherheit und Fahrgästen

Grüne: Sicherheit, Wartung und Service müssen bei den ÖBB wieder Vorrang haben

Utl.: Grüne: Sicherheit, Wartung und Service müssen bei den ÖBB
wieder Vorrang haben=

Wien (OTS) - "Die gestrige Zugentgleisung, die den W-Bahn-Verkehr
massiv behinderte, und die damit verbundene lange Dauer der
Aufräumarbeiten dürfte eine Folge der Sparmaßnahmen bei den ÖBB
sein," befürchtet die Verkehrssprecherin der Grünen, Gabriela Moser,
auf Basis von Insider-Informationen.

Diesen zu Folge musste eine Ersatzfahrstrecke erstellt werden, da
bereits seit 18 Stunden eine Signalstörung bestand. Der zuständige
Signalmeister hatte offenbar aus Sparmaßnahmen trotz verlängerter
Instandhaltungsintervalle keine Bereitschaft. Eine Weiche wurde unter
dem fahrenden Zug gestellt, der über 100 Personen transportierte.

Die Länge der Störung des Fahrbetriebs geht auch auf
Einsparungsmaßnahmen zurück: Die Untersuchungskommission nahm ihre
Arbeit verspätet auf und die zuvor für Bauarbeiten in Wien Hbf
verwendete Mannschaft konnte aus Personalmangel erst nach Ablauf der
Mindestruhezeit für den dringlichen Hilfszug zu den Aufräumarbeiten
nach der Entgleisung eingesetzt werden.
So konnte ein eingleisiger Betrieb (mit Einschränkungen) erst um
18h35 aufgenommen werden.

Über das Krisenmanagement und die Information der Fahrgäste kam es
berechtigter Maßen zu zahlreichen Klagen. Fahrgäste wurden statt nach
Hütteldorf nach Meidling geschickt, Anzeigetafeln vermittelten
keinerlei konkrete Information, etc.

Leider bestätigt diese, glücklicherweise ohne Personenschaden
verlaufene, Entgleisung die jahrelange Kritik der Verkehrssprecherin
der Grünen, dass die ÖBB am völlig falschen Ort sparen.
Instandhaltung, Service, Bereitschaft, Fahrgastsicherheit und
KundInnenInformation werden ausgedünnt. Dafür rinnen Milliarden in
gigantische Tunnelprojekte, die verkehrspolitisch höchst umstritten
sind, und unnötigerweise rinnen Millionen auf der Südbahn in die
Umstellung von Links- auf Rechtsverkehr. "Bei den ÖBB müssen
Sicherheit, Wartung und Service wieder Vorrang haben.
Personaleinsparungen dürfen nicht auf Kosten der Sicherheit gehen",
fordert Moser.

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