• 28.09.2012, 14:01:30
  • /
  • OTS0232 OTW0232

Schultes: Rettung der Bienen durch solide Ursachenforschung gefordert

ÖVP-Umweltsprecher: Eingeschleppte Schädlinge, Varroa und Maiswurzelbohrer bedrohen Bienen, Imker und Landwirte

Utl.: ÖVP-Umweltsprecher: Eingeschleppte Schädlinge, Varroa und
Maiswurzelbohrer bedrohen Bienen, Imker und Landwirte=

Wien (OTS) - "Ohne Verschulden der Betroffenen wurden Parasiten
eingeschleppt, die bei uns keine natürlichen Feinde haben, fast 30
Prozent der Bienenvölker in Österreich vernichten oder schwere
Schäden an der Maisernte verursachen. Grund genug, endlich zu handeln
und nicht weiter mit polemischen Debatten wertvolle Zeit zu
verlieren", fasste heute, Freitag, ÖVP-Umweltsprecher Abg. Ing.
Hermann Schultes anlässlich der Sitzung des Unterausschusses des
Ausschusses für Land- und Forstwirtschaft die aktuelle Diskussion
zusammen.

Fälschlicherweise wurde in den letzten Monaten nur der Einsatz der
Wirkstoffe zur Bekämpfung des Maiswurzelbohrers in den Mittelpunkt
der Ursachenforschung des massenhaften Bienensterbens gestellt. Die
Risikominimierung durch rasche Umsetzung der wissenschaftlichen
Erkenntnisse in der Landwirtschaft und die ständige Weiterentwicklung
der Produkte und Verfahren wurden dabei zu wenig beachtet. Das
nachgewiesene Risiko der Bienenschädigung durch die Bekämpfung des
Schädlings in der Landwirtschaft betrifft nach den Ergebnissen der
Melissa-Studie der AGES nur 0,1 Prozent im Verhältnis der
eingesandten Proben zum Bienengesamtbestand. 25 bis 30 Prozent der
Bienenvölker überstehen den Winter nicht, weil sie die Varroa Milbe
und andere Stressvektoren nicht aushalten. Das ist die wirkliche
Herausforderung.

"Wir stellen uns der Herausforderung und setzen Maßnahmen, damit die
Landwirtschaft und die Bienen überleben. Anstatt die
Ursachenforschung in Richtung Bienengesundheit voranzutreiben, wurde
versäumt, Forschungsgelder in Brüssel abzuholen. Die Imker werden im
Stich gelassen. Damit muss nun endgültig Schluss sein. Jetzt muss
gehandelt und müssen Gesetze, Regelungen und Forschung im Sinne der
Bienengesundheit in Angriff genommen werden", so Schultes.

"Wir alle müssen weiter lernen, mit den Bedrohungen durch Schädlinge
richtig umzugehen und mit neuen Erkenntnissen die Praxis weiter zu
verbessern. Dafür müssen alle ihre Aufgaben und Verantwortungen
wahrnehmen - Landwirte, Imker wie auch die
Bienengesundheitsbehörden", schloss Schultes.
(Schluss)

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | VPK

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel