• 28.09.2012, 13:26:08
  • /
  • OTS0218 OTW0218

BZÖ-Huber: Regierung verhindert Verbot von Glyphosat

Wien (OTS) - "Die EU-Hörigkeit der österreichischen Regierung ist
unzumutbar geworden", so BZÖ-Landwirtschaftssprecher Gerhard Huber
nach dem heutigen Unterausschuss Pflanzenschutz im Parlament. "Obwohl
Österreich die Möglichkeit hat, den Wirkstoff Glyphosat sofort bis
zur Reevaluierung (Neubewertung) zu verbieten, denkt die ÖVP nicht
einmal daran".

Huber verweist auf neueste Erkenntnisse, die besagen, dass, anders
als bisher angenommen, der Wirkstoff Glyphosat - ein Totalherbizid
das alle grünen Pflanzenteile umgehend tötet und dessen Anwendung in
Österreich sich in den letzten zehn Jahren mengenmäßig fast
vervierfacht hat - keinesfalls schnell abgebaut, sondern im Boden
gebunden wird. Dort ist es auch nach mehreren Jahren noch wirksam.
Über die Wurzeln wird es dann sehr wohl auch von anderen Pflanzen
aufgenommen und schädigt und schwächt wiederum die umliegenden
Kulturpflanzen, und zwar nachhaltig. Diese werden anfälliger für
Krankheiten.

Anstatt hier aktiv zu kontrollieren und dort zu suchen, wo man die
Chemie in unserer Umgebung nicht gleich vermutet, werden Lebensmittel
aktuell nicht von der AGES auf das Vorhandensein von Glyphosat
getestet. Das ist umso verwerflicher da es seit wenigen Jahren üblich
geworden ist dieses Gift auch als so genannten "Erntehelfer", kurz
vor der Ernte auch auf unser Brotgetreide aufzubringen. Die
Österreichischen Haushalte, die ÖBB; viele Gemeinden und Gärntner und
verwenden es teils ungeniert, teils unwissend zur Unterstützung der
Faulheit der Anwender, die keine unerwünschten Beikräuter mehr zupfen
wollen.

Dass die EU das abgelaufene Glyphosat jetzt einfach so bis 2015
verlängert hat zeigt für Huber deutlich, a wo das tatsächliche
Problem liegt: "Ein Landwirtschaftsministerium und die Wirtschaft
können niemals - wie im Ausschuss selbst von den dortigen Experten
zugegeben - mit der AGES "gut" zusammenarbeiten. So wurde eine
diesbezügliche Studie der AGES von der Industrie finanziert.
"Aufgabe von hochbezahlten österreichischen Kontroll- und
Untersuchungseinrichtungen wie der Österreichischen Agentur für
Gesundheit und Ernährungssicherheit muss die Kontrolle sein, nicht
die Verbrüderung mit den Verursachen einer profitmaximierten
chemischen Welt die man seinen Kindern so nicht mehr hinterlassen
kann. Wer unsere Nahrung vergiftet, vergiftet unsere Zukunft. Dass
sich die Regierung hier zum Helfershelfer der Gift-Lobby macht, ist
verwerflich und zeigt, dass für SPÖ und ÖVP Profit vor Gesundheit
geht", so Huber.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | BZC

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel