- 27.09.2012, 13:46:31
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Grünewald: Finanzierung universitärer Leistungen muss nachhaltig gesichert sein
Rechnungshof bestätigt Kritik der Grünen
Utl.: Rechnungshof bestätigt Kritik der Grünen=
Wien (OTS) - "Die vom Rechnungshof kritisierten inakzeptablen
Betreuungsverhältnisse von Studierenden dürfen nicht so einfach über
eine Reduktion der Studierenden erzwungen werden. Österreich braucht
mehr Abschlüsse im tertiären Bildungssektor. Schlechte
Studienbedingungen und die Notwendigkeit der meisten Studierenden
sich ihr Studium mit durchschnittlich 20 Wochenstunden Arbeit zu
finanzieren führt nicht nur zu längeren Studienzeiten, sondern oft
auch zum Abbruch eines Studiums", analysiert der
Wissenschaftssprecher der Grünen, Kurt Grünewald, den RH-Bericht über
die Situation an der WU und Uni Wien.
"Minister Töchterle hat dem nicht mehr entgegenzusetzen als seinen
Dauerwunsch nach Studienplatzbeschränkungen und Studiengebühren.
Viele RektorInnen sehen aber in Studiengebühren kein Allheilmittel
des universitären Mangels an Ressourcen. Dass der RH einen Rückgang
der Zahl an WissenschafterInnen zu Gunsten der Verwaltung kritisiert,
ist an fast allen Universitäten klar belegt und schädigt den
Forschungsstandort Österreich auf Dauer beträchtlich. Junge
ForscherInnen brauchen Perspektiven und ein forschungsfreundliches
Klima. Der andauernde Wunsch Töchterles nach Eliten wird ohne breite
Basis gut ausgebildeter Menschen und spürbarer Förderung des
wissenschaftlichen Nachwuchses nicht in Erfüllung gehen", ärgert sich
Grünewald.
"Das Beste für nur Wenige zu bieten ist jedenfalls kein
zukunftsweisendes Konzept. Töchterle sollte sich vor Ort den Anliegen
und der Kritik der Betroffen stellen und dafür wäre ein Ende des
Schönredens und Verharmlosens wünschenswert. Sich über bestimmte
Defizite und Ärgernisse des universitären Alltags kritisch zu äußern
ist eben nicht, wie Töchterle so häufig meint, Polemik und billige
Oppositionsschelte", sagt Grünewald.
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