- 27.09.2012, 10:12:36
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EU-Battle Group als taktische Reserve bei EU-Operationen
EU-Verteidigungsminister beraten auf Zypern EU-Missionen - Österreich stellt bereits 50 % der EU-Truppe in Bosnien-Herzegowina
Utl.: EU-Verteidigungsminister beraten auf Zypern EU-Missionen -
Österreich stellt bereits 50 % der EU-Truppe in
Bosnien-Herzegowina=
Nikosia (OTS/BMLVS) - Verteidigungsminister Norbert Darabos betonte
heute, Donnerstag, im Rahmen des informellen Treffens der
EU-Verteidigungsminister auf Zypern, dass "das Konzept der Battle
Groups überdacht werden müsse." Er forderte, dass "unsere
Krisenfeuerwehr auch als taktische Reserve für bereits bestehende
EU-Missionen vorgehalten werden soll." Derzeit sei dies im
Einsatzkonzept nicht vorgesehen, so der Minister. "Die Battle Group
könnte dann zum Beispiel für die EUFOR ALTHEA Mission in
Bosnien-Herzegowina als Reserve fungieren, falls sich die
Sicherheitslage verschlechtert", sagt der Minister. Zuvor hatte der
Kommandant von EUFOR ALTHEA in seinem Bericht ausgeführt, dass die EU
keine eigenen Reservekräfte für Bosnien-Herzegowina bereithielte.
Am 31. August wurde der Plan der Umstrukturierung der EUFOR
ALTHEA-Mission in Bosnien-Herzegowina umgesetzt. Die Truppenstärke
wurde - bei Aufrechterhaltung des Exekutivmandats - von 1200 auf 600
Soldatinnen und Soldaten halbiert. Österreich stellt mit mehr als 300
Soldatinnen und Soldaten 50% der EU-Truppe. Verteidigungsminister
Darabos hatte sich mit Unterstützung Großbritanniens, Ungarns und der
Slowakei Ende letzten Jahres für die Beibehaltung des Exekutivmandats
eingesetzt. Dies soll nach der Meinung des Ministers auch vor dem
Hintergrund der anstehenden Lokalwahlen- weiter so bleiben: "Die
derzeitige politische Lage ist leider noch nicht so stabil, dass die
international Gemeinschaft auf dieses wichtige Instrument für unsere
Friedensbemühungen in Bosnien-Herzegowina verzichten darf." Die neue
Operations-Struktur sei erst seit 1. September eingenommen, im
November werde die UNO ein neues Mandat beschließen, daher "soll die
EU das Exekutivmandat zumindest bis zum Frühjahr 2013, also bis zur
Vorlage des Evaluierungsberichtes, nicht in Frage stellen", sagt
Darabos.
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