- 27.09.2012, 09:32:52
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ÖJC lehnt Leistungsschutzrecht für Verleger ab
Das Leistungsschutzrecht dient ausschließlich den Verlegern, bringt aber den Autoren kein Geld
Utl.: Das Leistungsschutzrecht dient ausschließlich den Verlegern,
bringt aber den Autoren kein Geld=
Wien (OTS/ÖJC) - Der Präsident des Österreichischen Journalisten
Clubs (ÖJC), Fred Turnheim, lehnt das von ÖVP-Mediensprecher
Karlheinz Kopf bei den Medientagen ins Spiel gebrachte
"Leistungsschutzrecht" scharf ab: "Hier graben die ÖVP und die
Zeitungsherausgeber ein Modell aus, dass ausschließlich die Kassen
der Unternehmer füllen soll, bei dem die Autoren in ihren
Urheberechten dramatisch beschnitten werden." Das
Leistungsschutzrecht sollte bereits in Deutschland eingeführt werden,
stößt aber dort auf scharfe Kritik und ist so umstritten, dass die
deutsche Regierung derzeit abwartet.
Mit dem Leistungsschutzrecht bekommen die Verleger das Recht, das
Presseerzeugnis oder Teile davon zu gewerblichen Zwecken im Internet
öffentlich zugänglich zu machen.
Der ÖJC kritisiert den Gedanken des Leistungsschutzrechtes, da dieser
die Kommunikationsfreiheit im Internet behindert. Damit verliehrt das
Internet seine Offenheit und Freiheit und steht im Widerspruch zur
Freiheit der Informationsgesellschaft. Außerdem bringt es nur ein
Körberlgeld für die Verlage.
Viel wichtiger als ein Leistungsschutzrecht ist die gerechte
Entlohung der Journalistinnen und Journalisten in Österreich. Da
könnten alle österreichischen Medienhäuser mit einem Vorbild voran
gehen und die oft extrem geringen Entlohungen für Journalistinnen und
Journalisten verbessern.
ÖJC-Präsident Fred Turnheim ersucht alle anderen Parlamentsparteien,
dem Vorstoß von ÖVP-Klubobmann Kopf eine Absage zu erteilen.
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