• 26.09.2012, 12:48:03
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Stöger vor Onkologie-Kongress: Präventionsarbeit ist Schwerpunkt im Bundesministerium für Gesundheit

Österreich leistet Spitzenarbeit in moderner Krebsmedizin - Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten werden ausgebaut

Utl.: Österreich leistet Spitzenarbeit in moderner Krebsmedizin -
Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten werden ausgebaut=

Wien (OTS/SK) - Von 28.9. bis 2.10. 2012 findet in Wien zum dritten
Mal der Kongress der European Society of Medical Oncology (ESMO)
statt, an dem u.a. aktuelle Trends der Krebsforschung,
österreichische Forschungsergebnisse sowie Präventionsprogramme
vorgestellt werden. Gesundheitsminister Alois Stöger zeigt sich beim
heutigen Pressegespräch erfreut über den Qualitätsfortschritt in
Diagnose und Behandlung von Krebserkrankungen. Er hält fest:
"Österreich ist ein Land, das den Zugang zu medizinischen
Spitzenleistungen gewährt" und führt aus, dass mit dem Kongress ein
Beitrag geleistet werde, dass sich die Medizin im Bereich der
Krebsforschung in Österreich weiterentwickelt.****

In Österreich leben fast 300.000 Menschen mit einer Krebserkrankung,
die häufigsten Erscheinungen sind Brustkrebs und Prostatakrebs. Die
Behandlungsmöglichkeiten haben sich dabei weiterentwickelt.

"Es hat in den letzten Jahren einige Veränderungen gegeben: mit
Früherkennung, mit Frühversorgung wird Krebs nicht zwangsläufig als
Todesurteil wahrgenommen, sondern entwickelt sich immer mehr zu einer
chronischen Krankheit", resümiert Gesundheitsminister Alois Stöger
beim heutigen Pressegespräch zum ESMO-Kongress. Krebs, so Stöger, sei
aber nach wie vor "eine Herausforderung für das Gesundheitssystem"
und daher sei es notwendig, mit dieser Krankheit qualifiziert
umzugehen.

Die Universitätsprofessorin Gabriela Kornek sowie die
Universitätsprofessoren Christoph Zielinksi, Günther Gastl und Heinz
Ludwig bestätigen diesen Fortschritt.

"Es ist gelungen, manche früher unheilbaren Krebsformen heilbar zu
machen", so Christoph Zielinkski, Koordinator des Comprehensive
Cancer Center Vienna. Die Überlebensdauer bei Brustkrebserkrankten
hat sich verdreifacht, bei Nierenkarzinomen und Dickdarmkrebs hat sie
sich verdoppelt. Weiterführende Arbeit und finanzielle Förderungen
muss es in Zukunft laut Zielinksi vor allem bei klinischen Prüfungen
von Medikamenten und akademische Studien geben: "Wir Onkologen
wollen, dass neue Therapien gegen Krebs den Patienten immer möglichst
schnell zur Verfügung gestellt werden."

Gesundheitsminister Stöger erläuterte weiters Initiativen zu weiteren
Verbesserungen: "Als Bundesministerium für Gesundheit habe ich den
Auftrag gegeben, ein nationales Krebs-Rahmenprogramm zu entwickeln.
Es geht darum, die Versorgung bei Krebs verbessern zu können." Hierzu
wurde ein Onkologiebeirat eingerichtet, der als multidisziplinäres
Expertengremium unabhängig Vorschläge zur Optimierung von Prävention,
Früherkennung und Therapie erarbeitet.

Was laut Bundesminister Stöger in den Vordergrund der Diskussion
gestellt werden soll, ist die Frage der Prävention. Hierbei sind
Ernährung, Bewegung und die Verbesserung von Lebensbedingungen
unerlässlich, um Erkrankungen im Vorfeld zu verhindern. Der
Gesundheitsminister verwies in diesem Zusammenhang auf die beiden
Nationalen Aktionspläne für Ernährung bzw. Bewegung, an denen in
seinem Ressort mit Hochdruck gearbeitet werde.

Brustkrebsvorsorge wird verbessert

Als konkretes Feld nennt Stöger die Brustkrebsbehandlung, die alsbald
weiterentwickelt werden soll: "Wir wollen ein Früherkennungsprogramm
für Brustkrebs umsetzen, basierend auf einem Mammographie-Screening
mit besseren Qualitätsstandards, um Verbesserungen für Frauen zu
schaffen". Damit sollen eine verbesserte Gesundheitssituation für
Frauen und ein Qualitätsfortschritt in der Diagnostik erreich werden.

"Die Regierung arbeitet daran, das Gesundheitssystem auf einem sehr
guten Niveau zu halten. Ich bin froh, dass es eine Einigung mit den
Fachgesellschaften gibt, damit wir 2013 ein flächendeckendes,
bevölkerungsbezogenes und qualitätsgesichertes Programm umsetzen
können", so Bundesminister Stöger abschließend.

Der ESMO-Kongress findet von 28. September bis 2. Oktober 2012 statt.
Mehr als 16.000 Expertinnen und Experten aus 120 Ländern werden dabei
zu aktuellen Fragen der Krebsforschung arbeiten.
(Schluss) kg/gd

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