- 26.09.2012, 11:40:44
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Grüne zu Tourismustag: Mehr für Beschäftigte und Marketing nötig
Moser/Schatz: Österreich-Werbebudget aufstocken, Beschäftigungsqualität steigern
Utl.: Moser/Schatz: Österreich-Werbebudget aufstocken,
Beschäftigungsqualität steigern=
Wien (OTS) - "Der morgige Welt-Tourismustag sollte Anlass für die
TourismuspolitikerInnen der Regierung mit Minister Mitterlehner an
der Spitze sein, bei einigen offenen Baustellen die Ärmel
aufzukrempeln", unterstreicht Gabriela Moser, Tourismussprecherin der
Grünen. "So wird die Österreich-Werbung von ÖVP und SPÖ
stiefmütterlich behandelt, trotz der enorm hohen Bedeutung des
Tourismus für Österreichs Volkswirtschaft gerade in Krisenzeiten. Der
Beitrag des Bundes zum Marketingbudget wurde seit vielen Jahren nicht
einmal inflationsangepasst, geschweige denn erhöht, dabei ist mehr
Tourismus-Marketing im In- und Ausland angesichts von
Marktanteilsverlusten Österreichs ein Gebot der Stunde. Wir Grüne
erwarten von den Regierungsparteien eine spürbare Erhöhung der
ÖW-Mittel im bevorstehenden Budget 2013, wie schon vor Jahren von uns
beantragt. Mehr erwarten wir uns auch bei der Tourismusstrategie: Die
Umsetzung muss auch in schwierigen Bereichen wie nachhaltiger
Mobilität für An- und Abreise unserer Gäste vorankommen. Und
Energieeffizienz im Tourismus, das heurige Thema des
Welt-Tourismustags, sollten SPÖ und ÖVP angesichts von
Rekordförderungen für energieverschwendende Schneekanonen und
Pleite-Thermen ebenfalls noch ernster nehmen."
Eine Großbaustelle sind die Beschäftigungsbedingungen in Tourismus
und Freizeitwirtschaft, betont Birgit Schatz,
ArbeitnehmerInnensprecherin der Grünen: "Die von den Grünen
veranlasste Debatte im letzten Tourismusausschuss des Nationalrats
hat unterstrichen, dass bis zur im Regierungsprogramm versprochenen
'Attraktivierung der Arbeitsplatzqualität' noch viel zu tun ist, von
der Bezahlung bis zur verbreiteten Missachtung von Arbeitszeit- und
sonstigen Grenzen. Dass die Finanzbehörden Unternehmen, die ihren
MitarbeiterInnen 'zu großzügige' Mitarbeiterunterkünfte bieten,
steuerlich drangsalieren und dass es einen öffentlichen Aufschrei
brauchte, damit Finanzministerin Fekter diesen Unfug abstellt, sagt
alles über das Bewusstseinsdefizit bei der vorgeblichen
Wirtschaftspartei ÖVP. Wenn hier kein breites Umdenken stattfindet,
wird es weiterhin weniger statt mehr Lehrlinge und eine wahre Flucht
der Beschäftigten aus der Branche nach wenigen Jahren geben. Soll der
Tourismus seine wichtige Rolle als Jobmotor ausfüllen, muss zum
gebetsmühlenartig beschworenen Qualitätstourismus rasch mehr Qualität
der Arbeitsplätze hinzukommen", meint Schatz.
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