- 25.09.2012, 10:47:52
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Donaustädte und -regionen für breit verankerte Zusammenarbeit im Donauraum
Wien (OTS) - Die neue EU-Strategie für den Donauraum wird in den
kommenden Jahren die Kräfte für eine gedeihliche Entwicklung in
Zentral- und Südosteuropa bündeln. Den Städten und Regionen kommt
dabei eine Schlüsselrolle zu. Wien ist ganz vorne dabei, wenn es
darum geht, die Chancen zu nutzen.
Die Stärken des Donauraums sind seine Vielfalt und Vitalität, doch
leidet die Entwicklung darunter, dass die Anstrengungen zur
Freisetzung der Wachstumspotenziale zwischen den einzelnen Ländern
wenig koordiniert sind. Die 2011 beschlossene und unter der Ägide der
EU entwickelte Donauraumstrategie soll hier Abhilfe schaffen.
Häupl: Donauraumstrategie muss spürbare Resultate für die
Menschen bringen
"Wir müssen den Sinn und die Bedeutung der EU-Donauraumstrategie den
Menschen klar machen. Denn eine erfolgreiche Umsetzung gelingt nur
dann, wenn Wirtschaft und Gesellschaft von der EU-Strategie wissen
und aktiv tätig werden. Eine EU-Donauraumstrategie die auf
Verwaltung, Politik sowie einschlägige Institutionen alleine
beschränkt bleibt, wird nicht erfolgreich sein können", so
Bürgermeister Michael Häupl anlässlich der Zusammenkunft der
Donaustädte und -regionen und des Wiener Dialogforums am 25.
September 2012 in Wien. "Letztlich wird der Erfolg der
EU-Donauraumstrategie daran zu messen sein, wie spürbar ihre
Resultate für die Menschen des Donauraums sind."
In ein ähnliches Horn stösst Oberbürgermeister Ivo Gönner aus Ulm,
wenn er bekräftigt, dass "für den Erfolg eine Mobilisierung der
Wirtschaft, der Gesellschaft, der Medien und insgesamt der Menschen
im Donauraum wesentlich sein wird". Als Präsident des Rates der
Donaustädte und -Regionen eröffnete er deren nunmehr 6.
Jahreskonferenz, zu der mehr als 180 TeilnehmerInnen aus dem gesamten
Donauraum in das Wiener Rathaus kamen. Im Mittelpunkt standen dabei
Fragen der Vermittlung und Mobilisierung für ein so komplexes
Unterfangen wie die Donauraumstrategie.
Intelligente Kommunikationsstrategie ein "Must"
"Leider geht es bei zu vielen sogenannten Kommunikationsstrategien
allein um Bewusstseinsschaffung und das Produzieren von
Informationsmaterialien. Eine Kommunikationsstrategie, die diesen
Namen verdient, führt jedoch zu einer Verhaltensänderung - nämlich
dann, wenn sich BürgerInnen oder Unternehmen mit den verfolgten
Zielsetzungen tatsächlich zu identifizieren beginnen". George Ellis
Ruano, Kommunikationsexperte aus Brüssel und vertraut mit den
Schwierigkeiten, europäische Politik einem breiteren Adressatenkreis
zu vermitteln, betont daher die Bedeutung von zielgruppengerechter
Kommunikation, die die Menschen bei ihren ureigenen Interessen und
bevorzugten Kommunikationsmedien abholt.
Die Donauraumstrategie kann dabei von den Erfahrungen mit der bereits
existierenden Ostseestrategie einiges lernen. Auch dort hat sich, so
Politikwissenschafter Stefan Gänzle von der Universität Adger in
Norwegen, die Einbindung nicht zuletzt der regionalen und kommunalen
Ebene als Schlüsselfaktor für den Erfolg erwiesen. Kontinuierliche
Einbeziehung in Umsetzung und Konkretisierung haben im Ostseeraum zu
einem hohem Grad an Legitimität "von unten" und damit zu einem neuen
Schwung in der transnationalen Kooperation geführt.
Eine europäische Strategie für den Donauraum
Bei der 2011 beschlossenen Donauraumstrategie handelt es sich um die
zweite sog. makroregionale Strategie der Europäischen Union. Sie
zielt auf eine engere Zusammenarbeit entlang der Donau und eine
bessere Abstimmung zwischen existierenden Politiken. Wichtige
Schwerpunkte sind dabei Infrastruktur, Umweltschutz sowie die
Schaffung von Wohlstand. Zusammen mit Slowenien übt Wien eine
koordinierende Funktion im Bereich der "Governance" aus. Entwickelt
wurde die "EU-Strategie für den Donauraum (EUSDR)" seit 2009 in einem
gemeinsamen Prozess von Europäischer Kommission, den Staaten des
Donaubeckens (innerhalb und außerhalb der EU) sowie unter
Einbeziehung zahlreicher Stakeholder. Sie umfasst 14 Länder und einen
Raum, in dem 115 Millionen Menschen leben.
www.danube-region.eu
Europa der Regionen für den Donauraum
Der Rat der Donaustädte und -Regionen ist die gemeinsame Plattform
von Anrainerstädten und -regionen entlang der Donau, die sich dem
Ziel einer verstärkten Zusammenarbeit im Rahmen der
Donauraumstrategie verpflichtet sehen. Die anlässlich der Konferenz
"START me up - Communication and Mobilisation for the Danube"
verabschiedete "Wiener Deklaration" unterstreicht den Mehrwert aus
der gezielten Zusammenarbeit bei der konkreten Umsetzung der
Strategie und fordert die Europäische Kommission dazu auf, eine
nachhaltige Initiative zu Kommunikation und Mobilisierung zu setzen.
www.codcr.com
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