• 21.09.2012, 14:10:28
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Verknappung der Uni Budgets machen Leistungsvereinbarungen zur Farce

Grünewald ermuntert RektorInnen zum Protest

Utl.: Grünewald ermuntert RektorInnen zum Protest=

Wien (OTS) - "Die den RektorInnen vor einer Woche übermittelten
Rahmenbudgets für die abzuschließenden Leistungsvereinbarungen stehen
in massivem Kontrast zu den von den Universitäten erwarteten
Leistungen. Man muss schon blind und taub sein, diesen
offensichtlichen Widerspruch im Ministerium nicht zu erkennen" ärgert
sich Wissenschaftssprecher der Grünen, Kurt Grünewald, über dieses
konsequent ignorante Wegsehen von Problemen des Bundesministers
Töchterle.
"Zuerst wischt man alle Bedenken und jede Kritik der Opposition als
bloße Polemik vom Tisch und nun wird man alle Rektorinnen und
Rektoren der Panikmache bezichtigen. Diese Taktik ist durchschaubar,
aber die Realität universitärer Finanznot nicht wahrzunehmen ist
einem Ressort, das sich Wissenschaft und Forschung verpflichtet
fühlen sollte, nicht würdig. Vieles erinnert mich hier an das
Abwürgen des Untersuchungsausschusses. Man will die Wahrheit einfach
nicht sehen" analysiert Grünewald die derzeitige hochschulpolitische
Situation.
Man ermuntert Universitäten sich zu überlegen, Studienrichtungen für
einige Semester auszusetzen, zum Beispiel Psychologie, wünscht sich
für den wissenschaftlichen Nachwuchs eine strikte Begrenzung von
Leistungsverträgen und raubt hier jungen ForscherInnen Perspektiven.
Die Uni Milliarde entpuppt sich bei näherem Hinsehen als PR Aktion
und vom im Regierungsübereinkommen Budgetpfad 2 % des BIP für den
tertiären Bildungssektor zu verwenden sind wir meilenweit entfernt"
empört sich Grünewald über laufend gebrochene Versprechungen.
Grünewald fürchtet Personaleinsparungen und das Aufreißen von
Innovationslücken an den Unis, die nicht so rasch wieder geschlossen
werden können und somit nachhaltigen Schaden heraufbeschwören.
"Dass BM Töchterle noch bis Jahresende dem Land Tirol 145 Millionen
Euro für den Klinischen Mehraufwand bezahlen will schießt den Vogel
endgültig ab. Woher kommt dieses Geld und wird der Klinische
Mehraufwand seriös berechnet, wird er für Lehre und Forschung
verwendet? Diese Fragen wurden nicht seriös geklärt, obwohl vom
Ministerium beauftragte Gutachten dies dringlich fordern würden"
wundert sich Grünewald.
Ich kann die Enttäuschung und den Ärger der UNIKO mehr als verstehen
und ersuche dringlichst schärfer auf ein Verhandeln auf Augenhöhe zu
bestehen", schließt Grünewald.

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