• 21.09.2012, 13:14:44
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"Statt Wien" bestätigt Bettelbeauftagten!

KünstlerInnengruppe "Statt Wien" für unterstützenden Umgang mit BettlerInnen: wir halten an Stefan Olah als Bettelbeauftragter fest, bis Stadt Wien eigenen bestellt.

Utl.: KünstlerInnengruppe "Statt Wien" für unterstützenden Umgang
mit BettlerInnen: wir halten an Stefan Olah als
Bettelbeauftragter fest, bis Stadt Wien eigenen bestellt.=

Wien (OTS) - "Auch wenn die Stadt Wien das nicht so sieht: Stefan
Olah ist für uns der Bettelbeauftragte und bis die Stadtregierung
einen eigenen benennt, bleibt Stefan das auch!", meint Heide Hammer,
Aktivistin der KünstlerInnengruppe "Statt Wien" zur Debatte über die
Echtheit des Wiener Bettelbeauftragten.

Stefan Olah, 39, Maurer und Bettler, ist derjenige, der das
Bettelverbot in Salzburg zu Fall gebracht hat. Er lebt und arbeitet
vorwiegend in der Slovakei und Graz.

"Statt Wien" schlüpft für ihr Projekt im Rahmen der Wienwoche in
die Rolle der Stadtverwaltung und beweist, dass gouvermentales
Engagement sich nicht nur auf Ver- und Gebote beschränken muss.

"Bei unserer Aktion am Siebenbrunnenplatz war der einhellige Tenor
der PassantInnen, dass sie diese innovativ und gut finden. Unter der
Schirmherrschaft der Stadt spendeten sie gerne. Auch die Verdoppelung
der Spende durch die Stadt wurde unterstützt", schildert Hammer und
fordert von der Stadt "mehr Mut zur Menschlichkeit."

"Wir haben diesen Weg gewählt, damit unser politischer Vorschlag,
Abschaffung des Bettelverbots und unterstützender Umgang mit
bettelnden Menschen, Gehör findet. Die Stadt Wien kann unseren Inhalt
und unser Design gerne übernehmen", ergänzt Hammer und spielt damit
auf die seitens der Stadt Wien geäußerten Klagsandrohungen an.
"Ehrlich gesagt glauben wir nicht an eine Klage gegen ein
Kunstprojekt, Wien ist doch nicht Moskau."

Can Gülcü, einer der LeiterInnen von WIENWOCHE weist auf die
Podiumsdiskussion "Wien verbindet - Wien organisiert. Warum nicht
auch die BettlerInnen?" am 28.9. um 18 Uhr hin. "Die
KünstlerInnengruppe "Statt Wien" ist eine der 29 TeilnehmerInnen von
WIENWOCHE 2012 und zeigt mit dem Projekt auf hervorragende Weise die
Verknüpfung von Kultur und Aktivismus sowie Möglichkeiten einer
sozialen Politik in Wien auf. Diese Frage wird am 28.9. auf der
Podiumsdiskussion politisch verhandelt", so Gülcü.

Interviews mit Heide Hammer (Philosophin und Aktivistin) sind
jederzeit möglich.

Interviews mit Stefan Olah sind am Freitag, 28.9., ab 15 Uhr nach
Voranmeldung möglich.

Podiumsdiskussion "Wien verbindet - Wien organisiert. Warum nicht
auch die BettlerInnen?"

 Bei der Podiumsdiskussion mit Ronald Frühwirth (Jurist), Ulli Gladik
 (Filmemacherin, Bettellobby Wien), Stephan Olah (Maurer, Bettler), 
 Verena Fabris (Volkshilfe/Armutskonferenz), Birgit Hebein (Die
 Grünen Wien) und einer noch nicht nominierte Vertreterin der SPÖ 
 wird der Vorschlag von "Statt Wien" zur Diskussion gestellt.


 Datum:   28.9.2012, um 18:00 Uhr
 Ort:     Bildungszentrum der AK Wien im Rahmen der "Messe für Arbeit
          und Arbeitslosigkeit"
          Theresianumgasse 14-16, 1040 Wien

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