- 21.09.2012, 12:54:54
- /
- OTS0169 OTW0169
Lopatka trifft russischen Vizeaußenminister Titow in Moskau
Lopatka "Beziehungen zu Moskau stehen in allen Bereichen auf einem soliden Fundament und werden kontinuierlich ausgebaut"
Utl.: Lopatka "Beziehungen zu Moskau stehen in allen Bereichen auf
einem soliden Fundament und werden kontinuierlich ausgebaut"=
Wien/Moskau (OTS) - Staatssekretär Reinhold Lopatka traf heute mit
dem Vize- Außenminister der Russischen Föderation, Wladimir Titow und
mit den Parlamentariern der österreichisch-russischen
Freundschaftsgruppe unter dem Vorsitz von Elmira Glubokowskaja in
Moskau zu Arbeitsgesprächen zusammen
Im Rahmen des Besuchs konnte Lopatka auch ein Abkommen mit dem
Vizekulturminister Grigorij Petrowitsch Iwlijew über die Rückgabe der
Esterhazy Bibliothek unterzeichnen. "Dieses Abkommen ist ein Beweis
für das große gegenseitige Vertrauen zwischen Moskau und Wien", hielt
der Staatssekretär fest.
"Unsere wirtschaftliche Kooperation mit Russland hat großes
Potential. Derzeit beträgt das Handelsvolumen, sowie der Gegenwert
der österreichischen Investitionen in Russland jährlich jeweils etwa
6 Milliarden Euro. Damit sei Russland unter den Top 10 Exportmärkten
für die österreichische Wirtschaft. "Wir bemühen uns für unsere
Wirtschaftstreibenden und Unternehmen laufend um Verbesserung der
Investitionsbedingungen in Russland", so Lopatka.
"Auch im Tourismus verzeichnen wir erfreuliche Zuwachsraten.
400.000 Touristen aus Russland besuchten Österreich im Jahr 2011. Das
ist eine Zunahme um 30% gegenüber 2010 und damit die stärkste
Zuwachsrate unter allen Herkunftsländern. Dank russischer
Wintertouristen existiert das "Jänner-Loch" in Österreich nicht
mehr", so der Staatsekretär.
Abkommen zur Polizeikooperation und zur Katastrophenhilfe seien
derzeit ebenfalls mit der Russischen Föderation in Verhandlung.
Die Arbeit der österreichisch- russischen Historikerkommission trägt
viel zum besseren Verständnis der gemeinsamen Geschichte bei. "Hier
konnte schon viel aufgearbeitet werden" hielt Lopatka fest. So
konnten die Daten von 130.000 Österreichern, die in sowjetischer
Kriegsgefangenschaft waren, sowie Daten zu 60.000 sowjetischen
Soldaten, die während des 2. Weltkriegs in Österreich ums Leben
kamen, dokumentiert werden. "Mir ist es ebenfalls ein Anliegen,
Besatzungskinder bei den Nachforschungen nach ihren Vätern und
Familienangehörigen in Russland zu unterstützen. Ich habe mich daher
persönlich bei Wladimir Titow für einen Zugang zu den russischen
Archiven eingesetzt", so der Staatssekretär.
Russland ist globaler Akteur in Sicherheitsfragen. Daher ist auch
die Situation in der gemeinsamen Nachbarschaft ein Thema: die Wahlen
in Weißrussland und der Ukraine, der Westbalkan, und die
"eingefrorenen Konflikte", sowie aktuelle Krisensituationen in Syrien
oder im Iran. "Österreich ist außerdem eines der wenigen Länder, das
mit Russland einen bilateralen Menschenrechtsdialog führt", hielt
Staatssekretär Lopatka abschließend fest.
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | MAA






