• 19.09.2012, 10:28:06
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Grüne unterstützten `Good Food March' - europaweite Aktion der Zivilgesellschaft zur Gemeinsamen Agrarpolitik nach 2014

Pirklhuber: Derzeitige Agrarpolitik ist unfair, nicht nachhaltig, undemokratisch, ungesund und bürokratisch

Utl.: Pirklhuber: Derzeitige Agrarpolitik ist unfair, nicht
nachhaltig, undemokratisch, ungesund und bürokratisch=

Wien (OTS) - Anlässlich des heute in Brüssel ankommenden "Good Food
March" und des parallel dazu in Wien stattfindenden "Bäuerlichen
Protest-Picknick" stellt der Landwirtschaftssprecher der Grünen,
Wolfgang Pirklhuber, klar: "Dieser Marsch ist die größte
zivilgesellschaftliche Aktion in der 50-jährigen Geschichte der
Gemeinsamen Agrarpolitik. Die OrganisatorInnen repräsentieren in
ihren jeweiligen Ländern hunderttausende KonsumentInnen,
UmweltschützerInnen und Bäuerinnen und Bauern. Alle fordern einen
Kurswechsel in der Landwirtschaftspolitik. Die derzeitige
Agrarpolitik ist unfair, nicht nachhaltig, undemokratisch, ungesund
und bürokratisch, sie muss neu aufgestellt werden."

"Wir Grünen stoßen in dasselbe Horn wie die OrganisatorInnen des
`Good Food March'", meint Pirklhuber weiter, "wir fordern
ausreichende Finanzmittel für nachhaltige Bewirtschaftungsformen
anstelle von Subventionen für Agrarfabriken, wir wollen Arten- und
Sortenvielfalt anstelle von Monokulturen, wir brauchen eine gesunde
Agrarpolitik anstelle von industrieller Massenerzeugung".
Weil die Regierungskoalition bis heute keine klare Positionierung zur
Reform der EU-Agrarpolitik dem Landwirtschaftsausschuss übermittelt
hat, haben die Grünen im Parlament ihr Vorschläge eingebracht. Statt
offensiv die Ökologisierung voranzutreiben und sich für einen
europaweiten Bio-Aktionsplan einzusetzen agiert Minister Berlakovich
gegen das von EU-Kommissar Dacian Ciolos vorgeschlagene Greening.

"Wir importieren derzeit mehr als 500.000 Tonnen
gentechnisch-veränderten Sojaschrot. Wir fordern den schrittweisen
Umstieg auf gentechnikfreie Futtermittel und entsprechende Maßnahmen
im Rahmen der Agrarreform. Dazu brauchen wir einen europäischen
Eiweißfuttermittel-Plan", erklärt Pirklhuber. Deutschland und
Frankreich arbeiten bereits daran, Berlakovich ist bisher völlig
untätig in dieser Frage.

"Wir werden die Anliegen der Zivilgesellschaft aktiv in die
parlamentarische Debatte einbringen und nicht zulassen, dass die
Übergangsfristen für die Anpassung an die neue EU-Agrarpolitik bis
2019 ausgedehnt werden", kündigt Pirklhuber an.

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