- 18.09.2012, 17:24:27
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KA Präsident Schleicher: "Energiesparen statt E 10"
KA Wien begrüßt Berlakovich Entscheidung, die E 10 Einführung auszusetzen
Utl.: KA Wien begrüßt Berlakovich Entscheidung, die E 10 Einführung
auszusetzen=
Wien (OTS) - PEW (18.09.2012) Die zögerliche Rücknahme der sehr
umstrittenen Entscheidung von Minister Berlakovich, mit 1. Oktober
2012 die Beimischungsquote für Bioethanol auf 10% zu erhöhen, sieht
die Katholischen Aktion der Erzdiözese Wien als einen ersten Schritt
in die richtige Richtung. Vor einem Monat bereits hatte sie das in
einem Offenen Brief an die zuständigen österreichischen Minister
gefordert, der übrigens unbeantwortet blieb.
Ein zukunftsorientiertes und nachhaltiges Mobilitätskonzept fehlt
Ein bloßes Aussetzen des Ministerbeschlusses scheint der Katholischen
Aktion aber bei weitem nicht ausreichend zu sein. Mit ihrer Aktion
"Autofasten" und zahlreichen Workshops im Rahmen der
Welthaus-Ausstellung zum Thema "Unser täglich Brot im Autotank" weist
die Katholische Aktion darauf hin, dass es in der Frage der Mobilität
in Österreich noch kein zukunftsorientiertes und nachhaltiges Konzept
seitens der Bundesregierung gibt.
"Ich vermisse in der Begründung des Landwirtschafts- und
Umweltministers die ethischen Argumente gegen E10, die man von ihm
als christlich-sozialen Politiker eigentlich erwarten würde", gibt
der Präsident der Katholischen der Aktion der Erzdiözese Wien Rembert
Schleicher "mit verhaltener Freude über die Rücknahme der
Entscheidung" zu bedenken. Die Beimischung von Bioethanol zum
Treibstoff könne das Problem, dass die fossilen Energieträger langsam
zu Neige gehen, weder aktuell noch nachhaltig lösen.
KA für nachhaltige Energiesparmaßnahmen
Im Blick auf die Zukunft müsse man sich der Frage stellen, wo wir
vernünftig und nachhaltig Energie sparen können. "Die Notwendigkeit
und die Möglichkeiten eines sparsamen Haushaltens mit Energie hat der
Minister überhaupt nicht erwähnt, obwohl das eigentlich auf der Hand
liegt, weil die Kompensation von fossilen Energieträgern durch andere
Formen der Energiegewinnung allein das Problem nicht lösen kann",
setzt der Wiener KA-Präsident nach.
Die Katholische Aktion der Erzdiözese Wien fordert nicht nur, die
E10-Pläne endgültig ad acta zu legen, sondern vor allem einen breiten
Dialog darüber, wie wir in der Zukunft dem steigenden Energiebedarf
begegnen sollen und den nachfolgenden Generationen Licht, Strom und
Wärme gewährleisten können. Schleicher resümiert: "Es ist Zeit für
eine Energiewende und zwar nicht nur in Richtung mehr Ökologie,
sondern vor allem in Richtung weniger Verbrauch, sonst geht uns
irgendwann einmal das Licht aus."
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