• 18.09.2012, 13:41:08
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Kampf gegen Übergewicht: Stöger gegen Verbote bei zuckerhaltigen Limonaden

Gesundheitsminister lehnt auch "Zuckersteuer" ab - "Am Punkt"- Thema: "Generation XXL - warum wird Österreichs Jugend immer dicker?" - Mittwoch, 19. September 2012 um 21.55 Uhr bei ATV

Utl.: Gesundheitsminister lehnt auch "Zuckersteuer" ab - "Am Punkt"-
Thema: "Generation XXL - warum wird Österreichs Jugend immer
dicker?" - Mittwoch, 19. September 2012 um 21.55 Uhr bei ATV=

Wien (OTS) - Das Vorbild New York wird in Österreich vorerst wohl
keine Nachahmer finden. Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ) sprach
sich in der voraufgezeichneten ATV-Diskussionssendung "Am Punkt"
gegen die Idee aus, den Verkauf sogenannter "XXL-Getränke" zu
verbieten. In New York dürfen ab März 2013 in Restaurants und
öffentlichen Orten wie Kinos oder Stadien keine Softdrink-Becher mit
mehr als einem halben Liter Inhalt verkauft werden. Auf die Frage, ob
er sich ein Verbot von zuckerhaltigen Limonaden an Schulbuffets
vorstellen könne, um Übergewicht bei Schülern zu bekämpfen, sagte
Stöger in "Am Punkt": "Ich halte wenig von Verboten, aber ich halte
sehr viel davon, die Verhältnisse zu verändern." So sei ein Punkt
seiner "Leitlinie Schulbuffet", statt gar keiner zuckerhaltiger
Getränke oder Snacks lieber kleinere Mengen und Portionen anzubieten:
"Vielleicht ist der Schokoriegel, der kleiner ist, nicht so ungesund
wie der große", so der Gesundheitsminister. Diskutiert wurde in "Am
Punkt" darüber, warum es immer mehr übergewichtige Kinder und
Jugendliche in Österreich gibt, und welche Maßnahmen man dagegen
setzen kann.

Auch einer höheren Steuer auf besonders zuckerhaltige Lebensmittel
erteilte Stöger eine Absage. Denn dann müssten die Kunden doppelt
bezahlen, da sie mit ihren Steuern ohnehin schon für Förderprogramme
der Zuckerindustrie aufkommen müssten. Sinnvoller sei es, solche
Förderprogramme zu reduzieren. Auf die Frage von ATV-Moderator
Meinrad Knapp, warum das nicht geschehe, antwortete Stöger, es gäbe
in der EU "große Lobbys", die das verhinderten.

In "Am Punkt" sagte der anerkannte Ernährungsmediziner Kurt
Widhalm, dass man über die Preispolitik den Konsum steuern könne, und
verwies auf aktuelle Studien. "Wenn Sie die Preise erhöhen, geht der
Konsum dieser Produkte drastisch zurück - und zwar in Relation zum
Preis. Wenn Sie ihn z.B. um 25 Prozent erhöhen, geht der Konsum um 25
Prozent zurück." Für eine "Zuckersteuer" sprach sich Widhalm dennoch
nicht aus. Es sei wichtiger, gesunde Produkte zu verbilligen.

Die "Am Punkt"-Diskussion mit Stöger, Widhalm und anderen Gästen ist
am Mittwoch, den 19. September, ab 21.55 Uhr auf ATV zu sehen:
"Generation XXL - warum wird Österreichs Jugend immer dicker?"

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | ATP

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