• 18.09.2012, 12:18:01
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Das Prinzip `Rot-Weiss-Rot` in der österreichischen Außen- und Integrationspolitik

Hartberg/Wien (OTS) - "Die 1,6 Millionen Menschen in Österreich mit
Migrationshintergrund bilden eine Brücke zwischen Österreich und
ihrer ursprünglichen Heimat - das wirkt sich auch auf unsere
Außenpolitik aus", so Staatssekretär Lopatka beim gestrigen
Hartbergerland - Forum, bei dem interessierte Bürger mit
Staatsekretär Sebastian Kurz und Staatssekretär Reinhold Lopatka zum
Thema "Integration durch Leistung" diskutierten.

Integrations- und Außenpolitik sind untrennbar miteinander
verbunden. Österreich kann im internationalen Wettbewerb als
attraktiver Wirtschaftsstandort mit hoher Lebensqualität punkten.
Menschen aus der ganzen Welt kommen nach Österreich, um hier zu
arbeiten oder sich dauerhaft niederzulassen. "Die Politik muss klar
sagen, was wir diesen Menschen anbieten können, und wo es Grenzen in
der Aufnahmefähigkeit gibt" hielt Staatssekretär Lopatka fest.
"Unsere Wirtschaft beklagt seit Jahren einen Mangel an Fachkräften.
Ich halte es daher für richtig, dass wir - über Europa hinaus - mit
der Rot-Weiß-Rot-Karte ein Instrument geschaffen haben, das uns
erlaubt, dort wo Lücken bestehen, gezielt qualifizierte Arbeitskräfte
nach Österreich zu holen", hielt der Staatssekretär fest.

Der Zusammenhang zwischen Außen- und Integrationspolitik ist an
Zahlen ablesbar: rund 450.000 Menschen aus den Ländern des ehemaligen
Jugoslawien leben heute in Österreich. "Nicht zuletzt deshalb verfügt
Österreich unbestritten über Expertise am Westbalkan und engagiert
sich in den Ländern des ehemaligen Jugoslawien. Der Westbalkan ist
eine Schwerpunktregion unserer Außenpolitik", erklärte Staatssekretär
Lopatka.

So wurde Südosteuropa einer der wichtigsten Exportmärkte für die
österreichische Wirtschaft. Um Frieden, Sicherheit, Wohlstand und
Stabilität zu sichern, ist es daher ein wesentliches Ziel der
österreichischen Außenpolitik, den Westbalkan in seiner Gesamtheit in
die EU zu integrieren.

Integration umfasst auch einen respektvollen Umgang mit anderen
Kulturen und Religionen. Außenminister Spindelegger hat es daher zu
seiner Priorität gemacht, Österreich als Drehscheibe des Dialogs und
des Friedens weiter auszubauen.

"Seit seinem Amtsantritt hat es Sebastian Kurz geschafft, dem
Thema Integration in Österreich einen Namen und ein Gesicht zu geben.
Die Aktivitäten des Integrationsstaatssekretariats im Bereich des
interreligiösen Dialogs im Inland sind eine wichtige Ergänzung zu
unserem internationalen Engagement", so Lopatka abschließend.

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