- 18.09.2012, 09:54:26
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Brunner/Pirklhuber zu E10: Berlakovich bleibt klimapolitischer Geisterfahrer
Grüne fordern konkrete Klimaschutzmaßnahmen wie z. B. Halbierung des Treibstoffverbrauchs
Utl.: Grüne fordern konkrete Klimaschutzmaßnahmen wie z. B.
Halbierung des Treibstoffverbrauchs=
Wien (OTS) - Allen ist klar, dass E 10 am Ende ist, nachdem sich die
EU-Kommission gegen die Einführung ausgesprochen hat. Lediglich
Minister Berlakovich behauptet weiterhin, E10 sei eine
Klimaschutzmaßnahme. "E 10 ist vom Tisch. Agrar-Treibstoffe werden
nicht, wie Berlakovich behauptet, neu bewertet. Die Bewertung ist
längst abgeschlossen und das Ergebnis ist, diese Treibstoffe sind zum
Teil schädlicher für das Klima, als fossile Treibstoffe. Anstatt
Umweltpolitik zu machen, redet Berlakovich seine klimapolitische
Geisterfahrt schön", kommentiert die Grüne Umweltsprecherin
Christiane Brunner.
"E10 ist ineffizient, fördert Monokulturen mit hohem Pestizideinsatz
und bedeutet, dass wir immer mehr Flächen verbrauchen, die wir nicht
haben. Mit einer nachhaltigen Landwirtschaft hat das nichts zu tun",
meint Wolfgang Pirklhuber, Landwirtschaftssprecher der Grünen.
Bereits heute nutzt Europa außerhalb seines Gebietes zehn Prozent der
Agrarflächen der EU zusätzlich (überwiegend in Form von Sojaflächen
für die Fleischproduktion.).Die `Netherlands Environment Assessment
Agency' schätzt, dass die EU für das E10-Ziel nochmal insgesamt 20
bis 30 Millionen Hektar benötigt. Das entspricht dem zehnfachen der
österreichischen landwirtschaftlichen Nutzfläche.
"Sollte Berlakovich ernsthaften Klimaschutz betreiben wollen, dann
soll er sich dafür einsetzen, dass Effizienzsteigerungen im
Automobilsektor festgeschrieben werden und der Kraftstoffverbrauch
von Neuwagen verbindlich reduziert wird. Die Halbierung des
Treibstoffverbrauchs insgesamt bis 2025 wäre eine Ansage, die wir uns
wünschen würden", meinen Brunner und Pirklhuber.
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