• 17.09.2012, 18:18:33
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Bayr: Bayr begrüßt Berlakovichs späte Einsicht zu E10 - Mit Essen tankt man nicht!

E10 doch nicht ab Herbst - Sieg der Vernunft

Utl.: E10 doch nicht ab Herbst - Sieg der Vernunft=

Wien (OTS/SK) - Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für globale
Entwicklung, begrüßt den Vorstoß der EU-Kommissare für Energie und
Klimawandel, den Einsatz von Getreide für die Produktion von
Agro-Treibstoffen auf das derzeitige Niveau zu begrenzen: "Ich sehe
es als großen Erfolg beharrlicher politischer Diskussionen in den
Parlamenten und des Einsatzes der Zivilgesellschaft, dass
Energiekommissar Günther Oettinger und Klimakommissarin Connie
Hedegaard sich heute gegen eine Verwendung von Nahrungsmitteln für
die Produktion von Agro-Treibstoffen ausgesprochen haben. Dank
zahlreicher Stimmen, allen voran der entwicklungspolitischen NGOs und
der Umwelt-NGOs und von PolitkerInnen, denen das soziale Wohlergehen
der Ärmsten, die Bekämpfung von Menschenrechtsverletzungen durch
Landraub und der Schutz der Umwelt am Herzen liegt, zieht die
Einsicht immer weitere Kreise, dass Agro-Treibstoffe negative soziale
und ökologische Folgen haben. ****

"Sogar Minister Berlakovich rückte von seinem Plan ab, E10 im Herbst
einzuführen: "Das war eine schwere Geburt," kommentiert Bayr die
langersehnte Einsicht "Minister Berlakovich war ja mittlerweile nicht
nur in Österreich, sondern in der EU isoliert. Hätte er auch nach
diesem Vorstoß der EU Kommission an seinen Plänen festgehalten,
Österreich hätte sich absolut lächerlich gemacht."

Die Einsicht der beiden EU-Kommissare mündet in einem Vorschlag, laut
dessen die Produktion von Treibstoffen aus Mais, Soja, oder Raps
nicht weiter gefördert und 2020 ganz auslaufen soll. Stattdessen soll
die Produktion von Treibstoffen aus Abfällen oder Algen
vorangetrieben werden. Bayr befürwortet den Vorschlag:
"Agro-Treibstoffe aus Nahrungsmitteln forcieren den Welthunger. Durch
eine steigende Nachfrage klettern die Preise in die Höhe und die
Ärmsten der Armen müssen hungern. Agro-Treibstoffe der 3. Generation,
also aus Abfällen etwa, sind eine sinnvolle Alternative."

Abschließend zeigt sich Bayr erleichtert, dass auch endlich Minister
Berlakovich einsichtig ist: "Mit Essen tankt man nicht! Das scheint
nun auch der Minister eingesehen zu haben. Bestätigen kann ich auch
die Erkenntnis des Landwirtschaftsministers, dass das Thema - vor
allem mit dem Bauernbund und der Agrana - kaum rational zu
diskutieren war." (Schluss) gd

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