- 17.09.2012, 11:42:33
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VP-Leeb ad Brandsteidl: Wann waren Sie zuletzt an einer Wiener Schule?
Wien (OTS) - "Wann waren Sie das letzte Mal an einer Wiener Schule?"
fragt die Bildungssprecherin der ÖVP Wien, LAbg. Isabella Leeb, heute
in Richtung Stadtschulratspräsidentin Brandsteidl. Diese hatte
betont, das Prinzip "Deutsch vor Schuleintritt" sei in Wien bereits
Realität.
Isabella Leeb: "Ein Viertel der Wiener Volksschüler kann nicht lesen.
Bei der Kluft zwischen Kindern nicht deutscher Muttersprache und
einheimischen Kindern liegt Österreich an vorletzter Stelle aller
OECD-Staaten. Daran hat Wien mit 60 Prozent Migrantenanteil an den
Pflichtschulen die Hauptverantwortung. Bei uns entscheidet über den
Bildungserfolg viel zu oft die Herkunft und nicht die Leistung oder
das Talent."
60 Prozent der Kinder nicht deutscher Muttersprache haben
Schwierigkeiten, bei Schuleintritt der Unterrichtssprache zu folgen.
Denn bei der Feststellung der Schulreife spielen Deutschkenntnisse
leider kaum eine Rolle. Deshalb werden sie meist zum Regelunterricht
zugelassen und dort als außerordentliche Schülerinnen und Schüler
geführt. Dort erhalten sie zwar ein paar Stunden pro Woche
Sprachunterricht, aber das reicht bei weitem nicht.
"Tatsache ist, dass an Wiens Schulen Kinder Mathematik und
Sachunterricht erhalten, obwohl sie nicht Deutsch sprechen. Das ist
blanker Unsinn. Das ist ungerecht gegenüber den Kindern, frustrierend
für die Lehrerinnen und Lehrer und es ist gleichzeitig totale
Ressourcenverschwendung", so Leeb weiter.
"Die ÖVP Wien unterstützt daher die Forderung von Staatssekretär
Sebastian Kurz nach Deutsch vor Schuleintritt. Mittels eines
Deutschförderjahres im Rahmen der Vorschule für Kinder, die der
Unterrichtssprache nicht folgen können, sowie mittels
Deutsch-Crash-Kursen für jene, die neu zugewandert sind und schon in
eine höhere Schulstufe gehen", so die VP-Bildungssprecherin
abschließend.
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