• 17.09.2012, 11:30:29
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Schülerunion zu Kurz: Ruf nach verpflichtenden Deutschkursen begrüßenswert

Sprachverständnis für positives Lernklima unumgänglich

Utl.: Sprachverständnis für positives Lernklima unumgänglich=

Wien, 17. September 2012 (OTS) - Der Vorstoß von
Integrationsstaatssekretär Sebastian Kurz, bezüglich verpflichtender
Deutschkurse für Kinder mit mangelnden Deutschkenntnissen, stößt
innerhalb der Schülerunion auf starke Zustimmung. Mit diesem Thema
wurde ein wichtiger Mangel unseres Schulsystems erkannt und der Mut
aufgebracht zu einer Lösung anzusetzen.

Die Schule muss mit der Zeit gehen und vor allem das Thema
Integration gewinnt in den letzten Jahren immer mehr an Wichtigkeit.
In einer immer größeren und multikulturellen Welt, muss auch die
Schule ein multikultureller Ort des Lernens und Zusammenlebens
werden. Daher unterstützt die Schülerunion den Ruf nach
flächendeckenden Sprachkursen. Kinder, die sichtlich mangelnde
Deutschkenntnisse haben, sollen, ungeachtet ihrer Herkunft, die
gesamte Pflichtschulzeit hindurch einen begleitenden Deutschkurs
besuchen. Im Positionspapier der Schülerunion, welches im Rahmen des
Bundestages durch 120 Delegierte beschlossen wurde, ist die
Einführung dieser Sprachkurse ebenfalls ein zentraler Punkt.

"Ich kann nicht in der Schule sitzen und lernen, wenn ich die Sprache
nicht kann. Das Mittel zur Kommunikation ist noch wichtiger als
Bleistift, Füllfeder, Schulheft und co. In die Schule zu gehen ohne
die Sprache zu verstehen, ist wie Surfen ohne Surfbrett", betont
Bundesobmann Daniel Perschy. Durch den Sprachkurs könnten die Kinder
von Beginn an dem Unterricht folgen und sich erfolgreich in das
Klassenumfeld einleben. Die letzte OECD-Studie "Bildung auf einen
Blick" zeigte auf, dass die Kluft zwischen Migranten und
einheimischen Schülern erschreckend ist - hier liegt Österreich an
vorletzter Stelle. Es muss endlich erreicht werden, dass bei
Schuleintritt nicht entscheidet, woher man kommt, sondern was man
kann.

"Zusätzlich sollen Kindern, die aufgrund der fehlenden
Deutschkenntnisse keine Möglichkeit haben dem Regelunterricht zu
folgen, zu Beginn ihrer Schullaufbahn ein Jahr aussetzen dürfen. In
diesem Intensivjahr ist den Schülern dann die Möglichkeit gegeben,
ohne Druck die Grundlagen der deutschen Sprache zu erlernen und einen
Muttersprachen-Unterricht besuchen zu können", fügt Perschy hinzu.
"Ein Schüler kann nicht lernen und sich frei entfalten, wenn die
Sprache eine derartige Barriere darstellt. Dieser Frustsituation
sollte man einen, sich entwickelnden, jungen Menschen gar nicht erst
aussetzen."

Die Schülerunion ist die größte Interessensvertretungsorganisation
für Österreichs Schüler. Über 30000 Mitglieder vernetzen sich, um
sich auf Bezirks-, Landes- und Bundesebene für eine Verbesserung der
Schule auf Basis der Schülerinteressen einzusetzen. Entsprechende
Forderungen bringt die Schülerunion zusätzlich im Rahmen der
Bundesschülervertretung (BSV) ein, in der sie in diesem Schuljahr 27
von 29 Mandaten hält.

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