• 16.09.2012, 20:01:37
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Neues Volksblatt: "Teurer" von Michael KALTENBERGER

Ausgabe vom 17. September 2012

Utl.: Ausgabe vom 17. September 2012=

Linz (OTS) - Dass die Abschaffung der Wehrpflicht auch das Aus für
den Zivildienst mit all seinen Folgen für das Sozial- und
Gesundheitssystem bedeuten würde, hat sich mittlerweile
herumgesprochen. Dementsprechend misstrauisch stehen die Bürger den
Plänen von Verteidigungsminister Norbert Darabos und der SPÖ
gegenüber.
Und jetzt zerpflückt Generalstabschef Edmund Entacher, den Darabos
schon einmal wegen mangelnder Gefälligkeit in die Wüste schicken
wollte, was aber nicht gelungen ist, auch noch das Kostenargument des
Ministers. Entacher sagt nämlich in einem "profil"-Interview, dass
die Lohnkosten für die Berufssoldaten um ein Mehrfaches höher wären
als die Kosten für die Rekruten. Darüber hinaus warnt der
Generalstabschef vor einer Einschränkung der Möglichkeiten des
Bundesheeres.
Dass es im Bundesheer Reformen geben muss, bestreitet niemand mehr.
Aber warum diese Reform darin bestehen soll, das Bundesheer zu
schwächen und den Kollaps der Sozial- und Gesundheitssysteme zu
riskieren, das versteht auch niemand. Denn weder gibt es ein klares
Konzept für das Heer samt Katastrophenschutz, noch einen tauglichen
Plan, wie es ohne Zivildienst weiter gehen soll - von den
finanziellen Folgen ganz zu schweigen. Deshalb sollte der Minister
auf jene hören, die wissen, wovon sie reden.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NVB

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