- 13.09.2012, 14:19:10
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Grundwasserbelastung in Korneuburg: Grüne fordern Reform des Gewässerschutzes
Risikobasierte Grund- und Trinkwasseruntersuchungen und absolute Transparenz der Ergebnisse sind das Gebot der Stunde
Utl.: Risikobasierte Grund- und Trinkwasseruntersuchungen und
absolute Transparenz der Ergebnisse sind das Gebot der Stunde=
Wien (OTS) - Anlässlich der heute von GLOBAL 2000 aufgedeckten
Grundwasserbelastung in Korneuburg mit dem Pestizid Thiamethoxam und
dem Herbizid Clopyralid fordern die Grünen eine Reform der
Gewässerüberwachung. Minister Berlakovich hatte Kenntnis von einer
möglichen Belastung des Grundwassers durch einen Störfall der Firma
Kwizda. In einer Anfragebeantwortung hat er darauf verwiesen, dass
vor dem Unfall keine Belastungen mit Thiamethoxam durch die
Messprogramme im Rahmen der Gewässerzustandsüberwachungsverordnung
(GZÜV) festgestellt wurden und die nächsten Messungen für 2013
geplant seien. "Anstatt Maßnahmen zu setzen, die die Sicherheit für
die Bevölkerung gewährleisten und eine weitere Belastung der Gewässer
unterbinden, verweist der Minister auf Routineuntersuchungen. Wir
fordern, dass künftig risikobasierte Untersuchungen durchgeführt
werden. Wenn Chemikalien in der Region in größerem Ausmaß hergestellt
oder verbreitet werden, dann muss auf diese auch im Rahmen der
GZÜV-Messprogramme getestet werden. Wenn in Chemiefirmen
Zwischenfälle auftreten, die den Verdacht von Gewässerkontaminationen
nahelegen, dann müssen auch Messungen von staatlicher Seite
vorgenommen werden", fordert Christiane Brunner, Umweltsprecherin der
Grünen. "Die Ergebnisse dieser Untersuchungen müssen im Falle von
Grenzwertüberschreitungen zeitgerecht und vollständig der Bevölkerung
zur Verfügung gestellt werden. Zahlen über den österreichischen
Einsatz des weltweit am meisten verwendeten Pestizids Glyphosat
beispielsweise werden vom Landwirtschaftsminister unter Verschluss
gehalten", ergänzt Wolfgang Pirklhuber, Landwirtschaftssprecher der
Grünen. "Sowohl bei Belastungen durch die Landwirtschaft, als auch
bei Vorfällen in Betrieben, die mit gefährlichen Chemikalien umgehen,
darf der Gewässerschutz und der Schutz der Gesundheit der Bevölkerung
nicht auf die lange Bank geschoben werden. Hier besteht unmittelbarer
Handlungsbedarf und absolute Transparenz", meinen Brunner und
Pirklhuber.
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