• 13.09.2012, 12:39:29
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Grüne fordern Verhütungsmittel auf Krankenschein

Schwentner/Musiol: Breite Initiative für mehr Aufklärung notwendig

Utl.: Schwentner/Musiol: Breite Initiative für mehr Aufklärung
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Wien (OTS) - "Wirksame Verhütung ist der Schlüssel zur Vermeidung
ungewollter Schwangerschaften und darf daher keine Kostenfrage sein.
Die Finanzierungshürden bei der Wahl der passenden
Empfängnisverhütung müssen abgebaut werden. Gesundheitsminister Alois
Stöger sollte sich beim Thema 'Verhütung auf Krankenschein' an
anderen europäischen Ländern ein Beispiel nehmen und endlich
nachziehen", fordert Judith Schwentner, Frauensprecherin der Grünen,
in Reaktion auf den ersten österreichischen Verhütungsreport. In fast
allen westeuropäischen Ländern werden die Kosten für
Verhütungsmittel, vor allem für junge oder einkommensschwache Frauen,
teilweise oder sogar ganz vom Staat übernommen. Schon 2002 hat das
EU-Parlament den Mitgliedsstaaten empfohlen, Verhütungsmittel
insbesondere an Jugendliche und einkommensschwache Personen kostenlos
oder zumindest kostengünstig abzugeben. "Der Zugang zu
Empfängnisverhütung darf keine soziale Frage sein. Vor allem für
Jugendliche und einkommensschwache Frauen sollen Verhütungsmittel auf
Krankenschein daher rasch umgesetzt werden", fordert auch Daniela
Musiol, Familiensprecherin der Grünen.

Verbesserungsbedarf besteht auch beim Wissen über Verhütungsmethoden
und deren richtige Anwendung. "Der Sexualunterricht lässt wichtige
Fragen oft unbeantwortet. Eine zeitgemäße Sexualaufklärung über
Liebe, Sex und Zärtlichkeiten funktioniert nur mit gut ausgebildeten,
externen SexualpädagogInnen. Wir brauchen eine breite Initiative für
mehr Sexualaufklärung, die alle SchülerInnen aber auch Erwachsene
erreicht", meint Schwentner.

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