• 13.09.2012, 12:39:15
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ELGA - Ärztekammer dementiert Einigkeit bei Usability

Wechselberger korrigiert Stöger - System von Anfang an nicht funktionstüchtig

Utl.: Wechselberger korrigiert Stöger - System von Anfang an nicht
funktionstüchtig=

Wien (OTS) - Die Österreichische Ärztekammer (ÖÄK) weist heute erneut
darauf hin, dass es entgegen den gestrigen Aussagen von
Gesundheitsminister Alois Stöger definitiv keinen Konsens über die
Anwenderfreundlichkeit von ELGA zwischen Gesundheitsministerium und
Ärztekammer gebe. "Bis auf einige wenige Details wird keine unserer
Forderungen von Beginn an umgesetzt, und das obwohl das Ministerium
unsere Verbesserungsvorschläge für berechtigt hält", erklärte
ÖÄK-Präsident Artur Wechselberger in einer Aussendung am Donnerstag.
Er betonte, dass mit der ungeklärten Usability-Frage die
Mindestanforderung der Ärztinnen und Ärzte nicht erfüllt sei, nämlich
ein System zu schaffen, das nicht erst nach Jahren, sondern von
Beginn an funktionstüchtig sei. Es sei zu erwarten, dass die nicht
ausreichende Suchfunktion die ärztliche Arbeit behindern und zu einem
Risikofaktor in der Behandlung werde. Die Patienten müssten
jedenfalls mit noch längeren Wartezeiten rechnen.

Veraltetes System - nicht funktionstüchtig

Zum Gesprächsklima räumte Wechselberger ein: "Es stimmt, dass die
Expertengespräche, die die Ärzteschaft nach Jahren durchsetzen
konnte, in einem konstruktiven Klima verlaufen sind. Umso mehr
bedauern wir das sture Beharren auf einem Gesetz, mit dem man ein
jetzt schon veraltetes, nicht praxistaugliches IT-System absegnen
will."

Die Ärztekammer fordert die freiwillige Teilnahme an ELGA für
Patienten und Ärzte, eine die ärztliche Arbeit nicht behindernde,
sondern unterstützende Usability, zeitgemäßen Datenschutz und
Datensicherheit mit einer tatsächlichen Löschung und nicht nur
Ausblendung der Daten bei "Opt-out", eine klare Kostenstrategie für
Steuerzahler und Ärzteschaft sowie eine verpflichtende Pilotphase,
wie sie für ein millionenschweres Infrastrukturprojekt der
öffentlichen Hand selbstverständlich sein müsste.

(ar)

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