- 10.09.2012, 12:05:56
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Mitterlehner: Neue BIG-Struktur soll Wert des Bundesimmobilienvermögens steigern
Tochtergesellschaft der Bundesimmobiliengesellschaft gegründet - Aktive Bewirtschaftung von marktgängigen Immobilien statt reiner Verwaltung des Bestandes

Utl.: Tochtergesellschaft der Bundesimmobiliengesellschaft gegründet
- Aktive Bewirtschaftung von marktgängigen Immobilien statt
reiner Verwaltung des Bestandes=
Wien (OTS/BMWFJ) - Die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) gründet mit
der ARE Austrian Real Estate GmbH eine neue Tochtergesellschaft, die
rund 25 Prozent des BIG-Bestandes, nämlich alle marktgängigen bzw.
marktnahen Immobilien, umfasst. "Wir setzen künftig auf die aktive
Bewirtschaftung dieses Vermögens, anstatt es nur zu verwalten. Damit
erhöhen wir den Wert des Bundes-Immobilienvermögens nachhaltig",
betont Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner, der die Reform am
Montag in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit den
BIG-Geschäftsführern Hans-Peter Weiss und Wolfgang Gleissner
präsentierte.
"Mit der neuen Struktur wollen wir die Marktorientierung und den
Privatmieter-Anteil steigern und so die Wachstumsstrategie der BIG
unterstützen", erläutert Mitterlehner. Daher überträgt der
BIG-Konzern - wie im Konsolidierungspaket der Bundesregierung
festgelegt - rund 25 Prozent seines Bestandes in die neue
Tochtergesellschaft, die ab 1. Jänner 2013 voll operativ sein wird.
Umfasst sind 1,8 Millionen Quadratmeter Gebäudefläche in rund 600
Liegenschaften, verteilt über alle Bundesländer. Primär handelt es
sich um Büroimmobilien und Entwicklungsflächen, die von den
Bundesministerien für Inneres, Finanzen und Justiz sowie von
Drittmietern genutzt werden. "In bestehende Mietverhältnisse wird
dabei nicht eingegriffen", betont BIG-Geschäftsführer Gleissner. In
der BIG verbleiben Bildungsbauten wie Schulen und Universitäten sowie
Gebäude des Justizvollzuges. Aufgrund der konsequenten Trennung von
Bürogebäuden und Bildungsimmobilien wird eine etwaige
Querfinanzierung von Entwicklungsprojekten auf Kosten der
Bildungsimmobilien ausgeschlossen.
"Mit der Gründung der streng marktwirtschaftlich ausgerichteten
Tochter kann die BIG sowohl auf Konjunkturzyklen als auch auf die
Bedürfnisse ihrer Mieter wesentlich flexibler und schneller
reagieren", nennt Mitterlehner einen zentralen Vorteil.
Beispielsweise können aufgrund des neu gewonnenen Spielraums jene
Flächen, die durch Zusammenlegung von Dienststellen frei werden,
besser entwickelt oder verwertet werden. Ziel ist es primär, Erlöse
zu optimieren, den Bestand auszubauen und Werte zu schaffen. Dies
soll insbesondere durch eine deutliche Erhöhung des
Privatmieteranteils erreicht werden. Dazu werden in der ARE Austrian
Real Estate neue Geschäftsfelder wie Wohnen oder Gewerbeimmobilen
erschlossen. "Durch die neue Struktur hat die BIG hier künftig die
gleichen Chancen wie ihre privaten Mitbewerber", so Mitterlehner.
Bisher war der Handlungsspielraum auf die Bundesmieter konzentriert,
die gemäß ihren Verträgen - unter Einhaltung der Kündigungsfrist -
schon jetzt jederzeit aus den Gebäuden ausziehen und sich bei
privaten Anbietern einmieten konnten. Mit Gründung der ARE Austrian
Real Estate GmbH werden strukturelle Nachteile in jenem Segment mit
dem stärksten Wettbewerb ausgeglichen.
"Im Zuge der Umsetzung der neuen Strategie wird der Anteil der
Einnahmen von Drittmietern in der BIG von derzeit 2,7 Prozent
mittelfristig deutlich erhöht", betont Hans-Peter Weiss,
Geschäftsführer der BIG. Damit soll sichergestellt werden, dass die
Verbindlichkeiten nach Maßgabe des Europäischen Systems der
Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung (ESVG 2010) auch ab 2014 nicht
dem öffentlichen Schuldenstand zugeordnet werden.
Investitionen von 6,5 Milliarden Euro seit BIG-Gründung
Das Geschäftsmodell der Bundesimmobiliengesellschaft ist seit ihrer
Gründung im Jahr 1992, Immobilien des Bundes zu bauen bzw. zu
sanieren, sich im Gegenzug auf dem Kapitalmarkt zu finanzieren und
von den Institutionen des Bundes marktgängige Mieten zu lukrieren.
"Die BIG hat damit seit ihrer Gründung in ganz Österreich
Investitionen in Höhe von 6,5 Milliarden Euro ausgelöst, die primär
der heimischen Bauwirtschaft und ihren Nebengewerben zugutegekommen
sind", so Mitterlehner. Zudem wurden Dividenden von 240 Millionen
Euro ausgeschüttet und seit 2006 276 Millionen Euro an
Jahresüberschuss in das Unternehmen reinvestiert.
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