- 06.09.2012, 13:49:18
- /
- OTS0196 OTW0196
Donau-Soja-Erklärung zur Erweiterung des Anbaus verabschiedet
Pernkopf: Sojaproduktion muss an Bedeutung gewinnen
Utl.: Pernkopf: Sojaproduktion muss an Bedeutung gewinnen=
St. Pölten (OTS/NLK) - Als Ergebnis einer Tagung des Donau-Soja
Symposiums in Wien verabschiedeten heute, 6. September, die
Agrar-Landesräte Dr. Stephan Pernkopf aus Niederösterreich, Andreas
Liegenfeld aus dem Burgenland, Max Hiegelsberger aus Oberösterreich,
der Wiener Landwirtschaftskammerpräsident Ing. Franz Windisch,
Bayerns Landwirtschaftsminister Helmut Brunner, der Obmann der
ARGE-Gentechnikfrei Markus Schörpf und Matthias Krön, Obmann der
Initiative Donau Soja, die "Donau-Soja Erklärung".
Im Rahmen einer Pressekonferenz in den Räumlichkeiten der Börse
für landwirtschaftliche Produkte in Wien, Taborstraße 10, sagte
Landesrat Pernkopf: "Mit der Donau-Soja Erklärung wollen wir eine
Verbesserung der europäischen Eiweißversorgung, eine Verankerung der
Gentechnikfreiheit, eine Verbesserung der Kohlendioxidbilanz der
europäischen Landwirtschaft und Ernährung sowie Impulse und
Investitionen in den ländlichen Räumen erreichen." Pernkopf erinnerte
auch daran, dass Europa und auch Österreich zu abhängig von
Soja-Importen seien. In Österreich müsse die Sojaproduktion weiter an
Bedeutung gewinnen und in einem ersten Schritt sei es gelungen, die
Anbaufläche seit dem Jahr 2007 von 20.000 Hektar auf 37.000 Hektar zu
steigern, so der Landesrat. "Die Europäische Union benötigt jährlich
33 Millionen Tonnen Sojaschrot, produziert selbst aber nur knapp eine
Million Tonnen. Mit der Initiative Donau-Soja wollen wir den
gentechnikfreien Anbau von Soja in den Donau-Anrainerstaaten in den
nächsten Jahren weiter forcieren." Ein Projekt zur Förderung des
Sojaanbaus mit Gesamtkosten von 360.000 Euro sei bereits in Umsetzung
und werde von Niederösterreich, Oberösterreich und Burgenland
unterstützt, betonte Pernkopf.
Der Präsident der Wiener Landwirtschaftskammer Ing. Franz Windisch
hielt fest: "Als aktiver Sojabohnenanbauer bin ich von der Chance zur
Anbauausweitung heimischer Sojabohnen überzeugt, wenn es gelingt, die
Produzenten vom Mehrwert des Sojas durch höhere Standards und
Auflagen profitieren zu lassen."
Der burgenländische Landesrat Liegenfeld nahm zur lokalen
Wertschöpfung Stellung, der oberösterreichische Landesrat
Hiegelsberger sprach sich dafür aus, "Soja als heimische,
gentechnikfreie Pflanze den Österreicherinnen und Österreichern noch
näher zu bringen".
Beim Sojaschrot besteht in Europa eine hohe Abhängigkeit von den
drei Lieferländern USA, Brasilien und Argentinien. So beträgt die
derzeitige Soja-Produktion in der Europäischen Union rund 940.000
Tonnen. Dem gegenüber steht ein Importvolumen von jährlich 23
Millionen Tonnen Sojaschrot und 12,5 Millionen Tonnen Sojabohnen.
Damit liegt ein großer Teil der Wertschöpfung in der heimischen
Eiweißversorgung außerhalb Europas.
Nähere Informationen: Büro LR Pernkopf, Mag. Markus Habermann,
Telefon 2742/9005-15473, e-mail [email protected].
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NLK






