- 06.09.2012, 10:45:58
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VP-Juraczka hält Wehrpflicht für alternativlos
Darabos-Pläne nicht einmal in seiner eigenen Partei unumstritten
Utl.: Darabos-Pläne nicht einmal in seiner eigenen Partei
unumstritten=
Wien (OTS) - "Nicht einmal innerhalb seiner eigenen Partei findet
Verteidigungsminister Darabos Unterstützung für seine
Berufsheer-Pläne", so ÖVP Wien-Obmann Stadtrat Manfred Juraczka heute
am Rande einer Enquete der GÖD-FCG unter dem Titel "Verantwortung für
Österreich: Allgemeine Wehrpflicht".
So habe sogar SPÖ-Wehrsprecher Stefan Prähauser die Integration
innerhalb des Bundesheeres als gutes Argument für die Wehrpflicht ins
Treffen geführt, erinnert Juraczka: "Auch Integrationsstaatssekretär
Sebastian Kurz betont, dass die Wehrpflicht etwas sehr Verbindendes
hat und Menschen unterschiedlicher Herkunft und mit verschiedenen
sozialen Hintergründen zusammenführt."
Neben der Integration, die im Bundesheer "so gut funktioniert wie
kaum wo anders" gäbe es auch andere Argumente für die Beibehaltung
der Wehrpflicht:
- Generalstabschef Edmund Entacher hat wiederholt darauf hingewiesen,
dass ein Berufsheer zwar teurer käme aber trotzdem weniger leisten
könne.
- Derzeit sind über 13.000 Zivildiener jährlich im sozialen Bereich
tätig. Diese würden nach Ende der Wehrpflicht fehlen, weil der
Freiwillige Sozialdienst, wie das Beispiel Deutschland zeigt, bei
Weitem nicht die notwendige Anzahl an Meldungen verzeichnen würde.
- Beim Katastrophenschutz übernimmt das Bundesheer eine wichtige
Rolle, wie vor allem die jeweiligen Landeshauptleute bezeugen können:
Bei Katastrophen sind rund 70 Prozent der Grundwehrdiener im Einsatz,
beim Jahrhundert-Hochwasser 2002 waren es sogar 85 Prozent.
"Das ÖVP-Modell des sechsmonatigen Österreich-Dienstes mit den
Komponenten Landesverteidigung, Katastrophenschutz und Zivildienst
stellt eine sinnvolle Weiterentwicklung unseres bewährten Systems dar
und steht im Gegensatz zu den Plänen des Verteidigungsministers, der
jede verantwortungsvolle Sicherheitspolitik längst seinen
populistischen Spielchen geopfert hat", so Juraczka abschließend.
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