- 05.09.2012, 13:07:53
- /
- OTS0138 OTW0138
Lunacek: "Europaweite Frauenquote darf nicht am Widerstand aus Mitgliedsstaaten und Kommission scheitern"
Grüne: Sperrminorität gegen Gesetzesvorschlag von Justizkommissarin Reding muss verhindert werden
Utl.: Grüne: Sperrminorität gegen Gesetzesvorschlag von
Justizkommissarin Reding muss verhindert werden=
Wien (OTS) - "Der Widerstand gegen den von EU-Justizkommissarin
dieser Tage eingebrachten Gesetzesvorschlag für europaweit
verbindliche Frauenquoten in Aufsichtsräten ist ein Skandal. Laut
Medienberichten wollen zehn Mitgliedsstaaten ihre Sperrminorität
dagegen durchsetzen und auch in der Kommission sprechen sich sowohl
EU-Außenbeauftragte Ashton als auch die dänische Klimakommissarin
Heedegard gegen Redings Initiative aus. Dass gerade diese zwei
Frauen aus Rücksicht auf die Befindlichkeit in ihren Heimatländern
gegen verbindliche Frauenquoten auftreten, ist völlig
unverständlich. Ich fordere beide Frauen auf sowie die gesamte
Kommission, den österreichischen Kommissar Johannes Hahn
eingeschlossen, sich für dieses eminent wichtige Frauenanliegen
stark zu machen", erklärt Ulrike Lunacek, Europasprecherin der
Grünen und stellvertretendes Mitglied der Grünen im
Gleichstellungsausschuss des Europaparlaments.
Lunacek: "Wir nehmen es nicht länger hin, dass gerade einmal 12
Prozent der Vorstände und 3 Prozent der Führungskräfte in der
europäischen Wirtschaft weiblich sind. Die Wirtschaft muss sich
endlich von ihren Altherren-Clubs verabschieden. Die Wirtschaft
verliert sonst weiter Potenzial und der Staat viel Geld, das er in
die Ausbildung von Frauen investiert, die es dann nicht in
Spitzenpositionen schaffen. Einige Länder haben das längst erkannt,
allen voran Norwegen und Frankreich, seit kurzem gehört auch Belgien
dazu. Die freiwillige Selbstverpflichtungen der Wirtschaft in
anderen Ländern zeigt kaum Ergebnisse. Ohne gesetzliche Quote wird
sich nichts bewegen. Wir haben genug Zeit vertrödelt, jetzt brauchen
wir ein starkes Gesetz auf EU-Ebene. Auch die österreichische
Bundesregierung muss die Vorschläge von Kommissarin Reding, die ja
auch von Frauenministerin Heinisch-Hosek gut geheißen werden,
umgehend in die Realität umsetzen und den Gesetzesvorschlag im Rat
unterstützen. Mit Freiwilligkeit gibt es erst im nächsten
Jahrhundert halbe-halbe in den Aufsichtsräten."
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | FMB






