• 04.09.2012, 12:49:58
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Klikovits: Schönfärberei für Berufsheer geht ungeniert weiter

Falsche Zahlen und unseriöse Bewertung des Darabos Modell wurden bereits 2011 entlarvt!

Utl.: Falsche Zahlen und unseriöse Bewertung des Darabos Modell
wurden bereits 2011 entlarvt!=

Wien, 4. September 2012 (OTS/ÖVP-PK) - "Die mancherorts präsentierte
Bewertung, die ein Berufsheer im Vorteil sieht, ist schlicht und
ergreifend falsch", sagte ÖVP-Wehrsprecher Oswald Klikovits heute,
Dienstag, in Reaktion auf einen entsprechenden Artikel in der Kronen
Zeitung. Seriöse Berechnungen würden belegen, dass das Modell 3 -
ein Berufsheer mit aufgewerteter Milizkomponente - weitaus teurer
und weniger leistungsfähig sei, als das bewährte Mischsystem aus
Berufssoldaten, Grundwehrdienern und Miliz. Die publizierte
Beurteilungstabelle stamme aus dem Jahr 2011 und wäre bereits damals
durch konkrete Zahlen widerlegt worden.

Die vorliegende Benotung der verschiedenen Heeresmodelle basiere
nicht auf einem standardisierten, wissenschaftlichen
Kriterienkatalog, sondern spiegle lediglich die persönliche Meinung
einiger weniger Mitarbeiter aus dem Verteidigungsressort wider. Es
lägen Unterlagen vor, die aufgrund wissenschaftlicher Kriterien
belegen würden, dass die Zahlen von den angeblichen Experten solange
schöngerechnet wurden, bis am Ende das politisch gewünschte
Ergebnis, eine Präferenz für das Modell 3, herausgekommen sei.

Die Behauptungen von Minister Darabos, dass er mit einem reinen
Berufsheer dieselben Aufgaben erfüllen könne wie bisher, seien
schlichtweg unverantwortlich. "Derzeit verfügt das Österreichische
Bundesheer über 55.000 Mann Mobilmachungsstärke für den
Katastrophenfall, beim Darabos-Mogel-Modell 3 wären plötzlich nur
noch 6.000 Soldaten für den Katastrophenschutz vorgesehen", so
Klikovits weiter. Ein Katastropheneinsatz wie etwa 2002 im Kamptal,
wo 13.500 Soldatinnen und Soldaten im Einsatz waren, sei dann nicht
mehr zu bewältigen. Aber nicht nur der Katastrophenschutz sei massiv
gefährdet, auch das österreichische Sozialsystem sei ohne die
jährlich rund 14.000 Zivildiener kaum noch handlungsfähig. "Dass
Darabos mit seinem Modell die Sicherheit Österreichs gefährde, ist
nichts Neues. Dass er nun aber Mitarbeiter des Verteidigungsressorts
missbraucht, um mit falschen Zahlen Stimmung zu machen, entbehrt
jeder politischen Kultur und ministerieller Verantwortung", so
Klikovits abschließend. (Schluss)

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