• 03.09.2012, 11:56:00
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BZÖ-Grosz: KV-Träger verursachen 700 Millionen Euro Verwaltungskosten jährlich

Konsequente Zusammenlegung der Sozialversicherungsträger könnte 400 Millionen Euro jährlich sparen

Utl.: Konsequente Zusammenlegung der Sozialversicherungsträger
könnte 400 Millionen Euro jährlich sparen=

Wien (OTS) - Die sofortige Zusammenlegung der 22
Sozialversicherungsträger in Österreich forderte heute
BZÖ-Rechnungshofsprecher Abg. Gerald Grosz. "Die Zahlen und Fakten
sprechen für sich und zeigen, dass die österreichischen
Beitragszahler zu reinen Systemerhaltern des Verwaltungsapparates
der Sozialversicherungen mutieren. Die Bürger zahlen doppelt,
einerseits als Beitragszahler und andererseits als Steuerzahler.
Ohne die Steuergeldzuwendung der Bundesregierung an das
Sozialversicherungssystem, würden 70 Prozent der Kassen rein negativ
bilanzieren. Ich fordere daher die konsequente Zusammenlegung der
Sozialversicherungsträger in drei große Bereiche. Neben dem großen
Kranken- und Unfallversicherungsbereich und dem
Pensionsversicherungsbereich sollte mit den Einsparungen im
Verwaltungsbereich endlich eine Pflegeversicherung begründet
werden", so Grosz.

Wie eine aktuelle parlamentarische Anfragebeantwortung von
SPÖ-Gesundheitsminister Alois Stöger an den BZÖ-Mandatar belegt,
unterhielten die Krankenversicherungsträger im Jahr 2011 allein in
den neun Bundesländern 161 Niederlassungen. Insgesamt 13.042
Beschäftigte zählten die Krankenversicherungsträger im Jahr 2011,
die Mehrheit von knapp 60 Prozent - also 7.719 Personen - waren im
Verwaltungsbereich beschäftigt. Unglaubliche 700 Millionen Euro
flossen alleine in den Verwaltungs- und Verrechnungsaufwand. Allein
105 Millionen Euro wurden im selben Jahr für IT und EDV ausgegeben,
die Krankenversicherungsträger hielten 109 Dienstwägen im Stand. Die
Kosten für Dienstreisen betrugen 4,831.624 Millionen Euro, die
Kosten für die Verwaltungsspitzen (Obleute, Generaldirektion)
betrugen unfassbare 10,738.390 Millionen Euro. "Die
Krankenversicherungsträger sparen derzeit ausschließlich bei den
Leistungen, statt das eigene unfinanzierbare System endlich zu
reformieren. Der wahre Einsparungsbedarf ist daher in der
Zusammenlegung der Träger und der Vereinheitlichung der Abrechnungen
zu finden", so Grosz abschließend.

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