- 01.09.2012, 15:00:33
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Spindelegger in ÖSTERREICH: "Ich bin Wirtschaftskapitän dieser Regierung"
ÖVP-Chef hält es "derzeit nicht für richtig", Finanzminister zu werden - Koalition mit Stronach schließt er aus - Spindelegger will eigenen Sportminister
Utl.: ÖVP-Chef hält es "derzeit nicht für richtig", Finanzminister
zu werden - Koalition mit Stronach schließt er aus -
Spindelegger will eigenen Sportminister=
Wien (OTS) - Im Interview mit der Tageszeitung ÖSTERREICH
(Sonntagsausgabe) nimmt ÖVP-Chef Michael Spindelegger zur
kolportierten Personalrochade in der ÖVP Stellung: "Als ehrlicher
Mensch sage ich: Wenn ich es für richtig halten würde, den
Finanzminister zu machen, würde ich es machen. Derzeit halte ich es
nicht für richtig - weil wir eine hervorragende Finanzministerin
haben."
Spindelegger meint in ÖSTERREICH, dass er aber ohnehin schon
jetzt für das Finanz-Ressort verantwortlich sei: "Ich bin ohnehin
der Wirtschaftskapitän dieser Regierung. Ich bin als VP-Chef für die
Ressorts Finanzen, Wirtschaft und Außenpolitik gesamtverantwortlich.
In den Händen der ÖVP liegt die gesamte Wirtschaftskompetenz dieser
Regierung." Einen Rücktritt schließt Spindelegger aus: "Ich werde
auch in den nächsten Jahren noch Interviews als ÖVP-Chef führen."
Seinen Schwenk bei der Heeres-Volksbefragung habe er wegen der
Blockade von Minister Darabos gemacht: "Weil wir leider einen
Verteidigungsminister haben, der sich weigert, die allgemeine
Wehrpflicht zu vollziehen. Damit geht dem Bundesheer die Perspektive
verloren. Ich wollte nicht länger zusehen, wie das Heer vor die
Hunde geht, sondern Nägel mit Köpfen machen." Verteidigungsminister
Darabos habe "das Heer ruiniert", so Spindelegger. Er habe kein
Vertrauen mehr in Darabos. Spindelegger macht in ÖSTERREICH auch
einen konkreten Vorschlag für die Volksbefragungs-Frage: "Wollen Sie
die Beibehaltung der Wehrpflicht als modernen "Österreich-Dienst"
oder ein Berufsheer?" Bereits in den nächsten zwei Wochen solle es
mit der SPÖ eine Einigung auf die konkrete Frage für die
Volksbefragung geben, so Spindelegger.
Eine Koalition mit Frank Stronach schließt Spindelegger aus: "Ich
habe großen Respekt vor seinem Lebenswerk. Aber Politik ist ein ganz
anderes Metier. Mit einem 80-jährigen Herrn, der sich Politiker
kauft und als Bedingung nennt, dass Österreich zum Schilling
zurückkehren muss, gibt es auch keine Gemeinsamkeiten."
Nach der Pleite bei Olympia fordert Spindelegger in der nächsten
Regierung einen eigenen Sportminister: "Ich möchte in der nächsten
Regierung wieder einen eigenen Sportminister haben, der von einer
völlig parteiunabhängigen Gallionsfigur besetzt werden soll - einer
unbestrittenen Persönlichkeit, die unserem Sport wieder neue Impulse
gibt."
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