• 31.08.2012, 15:00:18
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AKS: Ethikunterricht einführen, Religionsunterricht abschaffen!

AKS spricht sich für unkonfessionellen Ethikunterricht und Einführung eines Lehramtsstudiums Ethik aus

Utl.: AKS spricht sich für unkonfessionellen Ethikunterricht und
Einführung eines Lehramtsstudiums Ethik aus=

Wien (OTS) - "Ethik und Religion können nicht Hand in Hand gehen!",
äußert sich Tatjana Gabrielli, Bundesvorsitzende der Aktion
kritischer Schüler_innen (AKS), zur Debatte um den Ethikunterricht.
"Der Ethikunterricht muss den Religionsunterricht vollständig
ersetzten und von Lehrpersonen unterrichtet werden, die vom Staat
und nicht der Kirche bestellt werden", fordert Gabrielli.

Schulen habe die Aufgabe Schüler und Schülerinnen in ihrer
Identitätssuche zu stärken und Toleranz zu vermitteln. "Es muss ein
Diskurs in einem multi-kulturellen und multi-religiösen Rahmen
stattfinden. Nur so kann Verständnis und Respekt vermittelt werden.
Junge Menschen sollen dadurch lernen, dass Herkunft und religiöse
Bekenntnisse keinen Einfluss auf den Respekt gegenüber anderen haben
darf. SchülerInnen muss die Möglichkeit gegeben werden, ihr eigenes
Urteilsvermögen zu bilden - frei von Vorurteilen", so die
Bundesvorsitzende.

Ein Dorn im Auge ist für Gabrielli die Bestellung der
Relgionslehrpersonen durch die Kirche. "Hier kann es keine
pädagogische Absicherung geben. Eine Religionslehrperson wird selten
neutral und objektiv sämtliche Glaubensrichtungen sowie atheistische
Auslegungen den SchülerInnen näher bringen", kritisiert Gabrielli
den Vorschlag, dass der Ethikunterricht von Religionslehrpersonen
gehalten wird. "Um den Sinn von Ethikunterricht zu wahren, ist es
wichtig, dass ein eigener Lehrstuhl und ein Lehramtstudium dafür
eingerichtet werden", fordert die Vorsitzende.

Weiters kritisiert die AKS den Einfluss von Religionen auf das
österreichische Bildungswesen. "Im 21. Jahrhundert ist kein Platz
mehr in öffentlichen Bildungseinrichtungen für unwissenschaftliche
und längst überholte Ansichten", so Gabrielli. "Religion als
Pflichtfach ist so schnell wie möglich abzuschaffen!", fordert die
AKS. Der Religionsunterricht soll maximal als seitens der Kirche
bezahlter Freigegenstand angeboten werden.

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