- 30.08.2012, 09:56:36
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Ab 1. September: Österreichs TV-Sender harmonisieren die Lautstärke ihrer Programme
Wien (OTS) - Ab 1. September 2012 gehören Lautheitsunterschiede
zwischen TV-Programmelementen der Geschichte an: Ab diesem Zeitpunkt
senden der ORF und die meisten österreichischen Privatsender in
einer einheitlichen Lautstärke. Dies gilt für alle Programmelemente,
also auch für Werbung und Programmhinweise. Für die Zuschauerinnen
und Zuschauer bedeutet dies, dass der Griff zur Fernbedienung zum
Ausgleichen unerwarteter Lautstärkesprünge zukünftig nicht mehr
erfolgen muss. Die Einigung zwischen ORF und den vom Verband
Österreichischer Privatsender (VÖP) vertretenen bundesweiten
TV-Sendern zur Angleichung der Lautheitsunterschiede im
Programmablauf sowie zwischen den einzelnen Sendern erfolgte unter
Federführung der Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH (RTR-GmbH).
Der Umstieg erfolgt synchron mit den öffentlich-rechtlichen sowie
den privaten TV-Programmanbietern in Deutschland.
"Kundenzufriedenheit hat für den ORF als Dienstleister oberste
Priorität. Nach der gelungenen Einführung von HD im
ORF-Regelprogramm ist die Angleichung der Lautheit nun ein weiterer
großer Schritt in Richtung hochqualitativen Broadcastings. Ich freue
mich, dass es dem ORF gemeinsam mit den meisten österreichischen
Privatsendern und der RTR-GmbH nun gelungen ist, für das Publikum
einen hörbaren Qualitätsschub in den TV-Programmen zu bieten", sagt
Michael Götzhaber, der Technische Direktor des ORF.
"Für die TV-Sender war die Anpassung mit einem erheblichen
organisatorischen, technischen und finanziellen Aufwand verbunden",
so Corinna Drumm, Geschäftsführerin des VÖP. "Wir arbeiten permanent
daran, hochwertige Programme in bester Bild-und Tonqualität in die
Wohnzimmer zu bringen. Die geplante Anpassung stellt nun auch einen
wichtigen Schritt für die senderübergreifende Optimierung dar."
"Die Digitalisierung der Fernsehübertragung in den vergangenen
Jahren war eine entscheidende Voraussetzung für die Einführung
dieser konsumentenfreundlichen Entwicklung", verdeutlicht Dr. Alfred
Grinschgl, Geschäftsführer Fachbereich Medien der RTR-GmbH, die
jüngsten Fortschritte in der Rundfunktechnik.
Technische Entwicklung unter maßgeblicher Mitwirkung des ORF
Möglich wurde diese gemeinsame Initiative durch die Anwendung einer
neuen technischen Empfehlung der EBU (European Broadcasting Union)
zur Lautheitsmessung und Tonaussteuerung, die unter maßgeblicher
Mitwirkung des ORF erarbeitet wurde. Auf ihrer Basis ist es mit
einer neuen Generation von entsprechenden Messgeräten möglich, von
der derzeitigen Spitzenwertmessung auf eine Pegelung nach der
subjektiv empfundenen Lautheit umzustellen.
Diese neuartige Ton-Aussteuerung bewertet die durchschnittliche
Lautstärke über einen gewissen Zeitbereich und bedeutet nicht, dass
es innerhalb einer Sendung keine Passagen unterschiedlicher
Lautstärke geben darf. Vielmehr kann eine bewusst dramaturgisch
eingesetzte Klangdynamik mit dieser Anpassung noch besser zur
Geltung kommen, womit Qualität und Erlebnistiefe für Seherinnen und
Seher verbessert werden.
Die an diesem Projekt beteiligten Sender sind:
ORF: ORF eins - ORF 2 - ORF III - ORF SPORT +
Privatsender: ATV - PULS 4 - ServusTV - ATV2 - ProSieben Austria -
RTL Österreich - SAT.1 Österreich - VOX Österreich - kabel eins
austria - sixx Austria - RTL II Österreich - SUPER RTL Österreich
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