- 27.08.2012, 13:27:24
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Grünewald: Zugangsbeschränkung schlägt 10.000 Studierenden Türe zu
Grüne zu SPÖ und Töchterle: Wir brauchen eine Verbesserung der Studienbedingungen
Utl.: Grüne zu SPÖ und Töchterle: Wir brauchen eine Verbesserung
der Studienbedingungen=
Wien (OTS) - "Natürlich sind die überlaufenen Fächer an den Unis
ein Problem. Aber die ÖVP-Minister haben in den letzten zehn Jahren
nicht auf dieses Problem reagiert", sagt der Grüne
Wissenschaftssprecher Kurt Grünewald zur aktuellen
Hochschul-Debatte. "Mehr als 10.000 Studierende stehen durch
verordnete Zugangsbeschränkungen vor verschlossenen Türen und haben
keine Alternative. Wissenschaftsminister Töchterle hat hier keine
Antworten für die Studierenden und deren oft verzweifelte Eltern",
kritisiert Grünewald. "Die Forderung der SPÖ nach
Zugangsbeschränkungen bei Massenfächern ist solange inakzeptabel,
solange die Zahl der Studienplätze mittelfristig nicht deutlich
ausgeweitet und die Studienbedingungen nicht verbessert werden. Zu
einer Reduktion der Studienplätze darf es unter keinen Umständen
kommen," sagt Grünewald.
Konkret schlagen die Grünen dazu eine Reihe von Maßnahmen vor:
"Die Treffsicherheit der Studienwahl muss erhöht werden. Dafür
dienlich wäre die seit langem diskutierte und notwendige
Oberstufenreform, wo die zukünftig Studierenden durch spezielle
Profilbildungen für Studien weitaus besser vorbereitet werden
könnten. Darüber hinaus sollten die sogenannten Einstiegs- und
Orientierungssemester so gestaltet werden, dass sie ihren Namen auch
wirklich verdienen. Diese Orientierungsphasen sollten optimal für
ein Bündel verwandter Fächer angewandt werden, um den StudentInnen
letztlich eine fundierte Wahlmöglichkeit zu bieten", schlägt
Grünewald vor.
Bei diesbezüglichen Verhandlungen ist laut Grünewald das
Wissenschaftsministerium gefordert, die Treffsicherheit der
Studienwahl zu erhöhen, eine flächendeckende Beratung von
MaturantInnen zu gewährleisten und die Zahl der
StudienbeihilfeempfängerInnen zumindest auf europäisches Niveau
anzuheben. "All diese Hausaufgaben wurden bisher nicht erfüllt, eine
Ausweitung von Studienplätzen ist derzeit nicht in Sicht", sagt
Grünewald und ergänzt abschließend: "Bei den momentanen völlig
unzureichenden Studienbedingungen sind Studiengebühren nicht
gerechtfertigt und nur eine billige Geldbeschaffungsaktion."
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