- 27.08.2012, 12:54:27
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BZÖ-Grosz: Ausbruch eines mordenden Häftlings zeigt laschen Umgang der Justiz mit Gewaltverbrechern
Untersuchungskommission hilft 72-jährigem Todesopfer und seinen Angehörigen nicht mehr
Utl.: Untersuchungskommission hilft 72-jährigem Todesopfer und
seinen Angehörigen nicht mehr=
Wien (OTS) - "Jener Fall eines 37-jährigen Wieners, welcher
offenbar geständig ist, nach seinem Ausbruch aus der Haftanstalt
Simmering einen 72-jährigen ermordet zu haben, zeigt auf tragische
und dramatische Art und Weise den laschen Umgang der
österreichischen Justiz mit Gewaltverbrechern. Dieser Wahnsinn reiht
sich nahtlos an den Skandal mit der versuchten Fußfessel für einen
Salzburger Vergewaltiger. Ist die österreichische Justiz überhaupt
noch zu retten? Strafanstalten sind dazu da um potentielle Opfer vor
Tätern zu schützen und stellen keine Durchgehhäuser oder
4-Sterne-Hotels dar", zeigt sich BZÖ-Justizsprecher Abg. Gerald
Grosz über den heute bekannt gewordenen Fall entsetzt.
Heftige Kritik übte Grosz an ÖVP-Justizministerin Beatrix Karl.
"Dem 72-jährigen Mordopfer und seinen Angehörigen nutzt eine
Untersuchungskommission überhaupt nicht mehr. Solange die
Justizministerin nicht erkennen will, dass man Gewaltverbrechern und
Sexualstraftätern seitens des Justizsystems keinerlei Zugeständnisse
machen darf, werden solche dramatischen Entwicklungen keine
Einzelfälle sein. Die Justizministerin wird sich endlich dazu
durchringen müssen, die Strafandrohung sowie die Urteilspraxis und
die Haftbestimmungen für Gewaltverbrecher und Sexualstraftäter zu
verschärfen. Ansonsten wird Österreichs Justizsystem auch weiterhin
ein Schweizer Käse mit vielen Löchern bleiben", fordert Grosz eine
härtere Gangart in der Justizpolitik.
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