- 23.08.2012, 12:27:06
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Lichtenecker zu Alpbach: Rahmenbedingungen für den Innovationsstandort Österreich stärken
Grüne: Österreich als Zielland für die besten Köpfe - Rot-Weiss-Rot Card für BachelorabsolventInnen
Utl.: Grüne: Österreich als Zielland für die besten Köpfe -
Rot-Weiss-Rot Card für BachelorabsolventInnen=
Wien (OTS) - "Wenn tausende BürgerInnen mit Matura und
Hochschulabschluss jährlich Österreich verlassen, aber Österreich
nur mäßig attraktiv für ausländische ForscherInnen ist, dann ist das
eine besorgniserregende Entwicklung. Österreich muss möglichst
interessant und attraktiv für ForscherInnen aus aller Welt werden,
fordert Ruperta Lichtenecker, Forschungs- und Wirtschaftssprecherin
der Grünen und Vorsitzende des Ausschusses für Forschung, Innovation
und Technologie im Parlament, zum Beginn der Technologiegespräche
beim Forum Alpbach. "Die Regierung muss endlich für
Rahmenbedingungen sorgen, dass ForscherInnen und wissenschaftliches
Personal auch in Österreich exzellente Infrastruktur für Forschung
und Planbarkeit vorfinden und dadurch optimale Bedingungen für eine
wissenschaftliche Karriere haben. Solange das nicht gewährleistet
ist, wird es weiterhin zu einer Abwanderung der besten Köpfe
kommen", sagt Lichtenecker und fordert die Ausweitung der
Rot-Weiß-Rot-Card auch auf HochschulabsolventInnen mit
Bachelorabschluss. "Das wäre der vernünftige und logische Schritt in
die richtige Richtung", sagt Lichtenecker.
"Für die Attraktivierung der Rahmenbedingungen für ForscherInnen
aus dem Ausland und die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchs
ist ein offenes Klima von Nöten.Es braucht verbesserte Zugänge für
Familienangehörige auf dem Arbeitsmarkt und vermehrt Angebote an
englischsprachigen Bildungseinrichtungen - von Kindergärten, über
Schulen bis zu den Universitäten", betont Lichtenecker.
"Ein nächster wichtiger Baustein zur Stärkung des
Innovationsstandortes Österreich ist die deutliche Erhöhung der
Budgetmittel für Grundlagenforschung. Diese beträgt gegenwärtig
0,53% des BIPs. Außerdem braucht es eine fundamentale Stärkung der
Hochschulausbildung und die grundlegenden Reform des Bildungswesens
um auch die Basisbildung in breiten Schichten zu stärken ", fordert
die Grüne Forschungssprecherin.
Nimmt man die Ergebnisse des aktuellen ,Innovation Union
Scoreboard' ernst, so zeigen sich auch klare Defizite in Österreich
im Bereich Risikokapital und Innovationstätigkeit in Klein- und
Mittelbetrieben. Lichtenecker fordert die Regierung umgehend auf,
wirksame Maßnahmen zu setzen. "Helfen könnte dabei ein konsequenter
Abbau der Bürokratie in der Forschungsförderung und eine
Erleichterung des Zugangs zu Risikokapital", sagt Lichtenecker.
Zudem ist laut Lichtenecker eine umgehende Evaluierung der
steuerlichen Forschungsförderung längst überfällig. "Eine Staffelung
der Forschungsprämie nach Betriebsgröße ist der richtige Ansatz um
das Innovationspotential der kleinen und mittleren Unternehmen zu
stärken. Ich halte es für einen effizienten Ansatz dort verstärkt zu
fördern, wo es wirklich notwendig ist, um Ideen zum Durchbruch zu
verhelfen und neue Arbeitsplätze zu schaffen", meint Lichtenecker.
Abschließend fordert Lichtenecker die Regierung auf, endlich
einen Vorschlag für das in der Forschungs- Technik- und
Innovationsstrategie im März 2011 angekündigte
Forschungsfinanzierungsgesetz vorzulegen. "Da Ministerin Fekter
jetzt mit den Budgetverhandlungen beginnt, wäre jetzt der richtige
Zeitpunkt dafür", sagt Lichtenecker.
"Die Innovationsleistung in Österreich stagniert seit drei
Jahren. Es ist auffällig, dass der Abstand zu den erfolgreichsten
Ländern im Bereich Innovation immer größer wird. Erst Anfang Juli
ist Österreich im ,Global Innovation Index (GII)' um drei Plätze auf
Rang 22 abgerutscht. Auch der ,Innovation Union Scoreboard 2011' der
Europäischen Union zeigt auf, dass Österreich, entgegen den Zielen
des Regierungsprogramms und der beschlossenen Strategie für
Forschung, Technologie und Innovation (FTI-Strategie), nicht zu den
"Innovation leadern" aufschließen kann, sondern im Mittelfeld
steckenbleibt.", kritisiert Lichtenecker.
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