- 23.08.2012, 10:52:18
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Augenoptiker und Optometristen: Kompetente Ansprechpartner bei Augenproblemen
Wien (OTS) - Mehr als die Hälfte der österreichischen Bevölkerung
trägt ständig oder gelegentlich eine optische Brille. Ein knappes
Drittel erwachsener Brillenträger schaffte sich in den letzten 12
Monaten eine neue Brille an. Immer mehr Fehlsichtige lassen sich
ihre Brillenglaswerte direkt bei Augenoptikern und Optometristen
vermessen. Letztere Berufsgruppe absolvierte neben der
Meisterprüfung ein einschlägiges Studium zur Erkennung von
Augenproblemen und Verordnung von Brillengläsern. Es ist daher
nachvollziehbar, dass diese Berufsgruppe immer mehr zum ersten
Ansprechpartner bei Augenproblemen wird. Betroffene Personen
profitieren von kompetenter Beratung ohne Wartezeiten.
Der erste Weg zur Sehschärfenkorrektur führt meist zum
Augenoptiker oder Optometristen
In einer Aussendung der Ärztekammer vom 20.08.2012 wird darauf
hingewiesen, dass bei einer Sehschärfenkorrektur der erste Weg zum
Augenoptiker führt. Wiederholt wird in diesem Zusammenhang
argumentiert, dass kommerzielle Interessen im Mittelpunkt stünden.
Den Spagat zwischen gesamtheitlicher Betreuung und dem Weg des
Miteinanders über den Vorwurf der Bequemlichkeit oder nicht warten
wollender PatientInnen zu beherrschen, lehnen wir grundsätzlich ab,
betont Fachgruppenobmann Anton Koller. Augenoptiker und
Optometristen haben ein ureigenes Interesse, Augenvermessungen und
Untersuchungen korrekt durchzuführen. Nur ein zufriedener Kunde
kommt immer wieder. Langfristig ist erst damit ein wirtschaftlicher
Erfolg gewährleistet. Dies gilt auch für Augenärzte.
Der Kernbereich ärztlicher Versorgung ist per Gesetz definiert
und abgegrenzt. Ebenso die Ausübungsrechte der Augenoptiker und
Optometristen im Rahmen der Brillenglasbestimmung oder
Kontaktlinsenanpassung. Festzuhalten ist, dass der Optometrist
aufgrund seiner Ausbildung gesetzlich dazu verpflichtet ist, einen
Teil des Gesamtsystems "Auge" zu überprüfen. Ausbildungscurricula in
Verbindung zu kommerziellen Interessen zu diskreditieren oder mit
zweierlei Maß zu messen, verunsichert PatientInnen und lässt
Präventionsmaßnahmen im Keim ersticken. Im Zuge einer
Brillenglasbestimmung erheben Augenoptiker und Optometristen auch
über die Brillenkorrektur hinausgehende Augen-Fakten. Bei Verdacht
auf eine Augen- oder Systemerkrankung erfolgt eine Überweisung an
den zuständigen Facharzt. Für Augenoptiker und Optometristen ist es
sowohl eine ethische als auch gesetzliche Pflicht, ihre Kunden bei
Erkennung nicht physiologischer Zustände zum Facharzt zu überweisen.
Die Fachkompetenz überzeugt
Das Berufsbild des Augenoptikers und Optometristen basiert auf
einer fundierten Ausbildung mit mehrjähriger professioneller
Erfahrung und Weiterbildung. Unser Verständnis von einem Miteinander
beginnt bereits bei dem Erstgespräch mit jedem/r Betroffenen. Es
dient der Orientierung, Optimierung und berufsübergreifenden
Koordination. Unser Ziel ist eine ressourcenorientierte und
kosteneffiziente Prävention und Versorgung der Sehkraft. Nach wie
vor gefragt ist ein Paradigmenwechsel in Richtung
sozialwirtschaftlicher Effektivität. Die gegenseitige Anerkennung
zur Sicherstellung einer ganzheitlichen Versorgung mündiger
PatientInnen steckt noch immer in den Kinderschuhen, bedauert
Koller. Das Potenzial und notwendige Ausmaß patientenzentrierter
Beziehungen zu erkennen, ist sowohl vertrauensfördernd, als auch
Basis jeglicher Kommunikation. Ein effektvolles Miteinander
bedeutet, gesundheitsbezogene Alternativen aufzuzeigen, fördernde
Maßnahmen zuzulassen und die Entscheidung letztendlich mündigen
Betroffenen zu überlassen.
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