• 22.08.2012, 14:38:17
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Vertraglich besiegelt: Interuniversitäre Plattform BioTechMed Graz startet durch

http://www.apa-fotoservice.at/galerie/3210 Im Bild
v.l.n.r.: Minister Töchterle, Rektorin Christa Neuper, LR Kristina
Edlinger Bloder, Harald Kainz, Josef Smolle

Graz (OTS) - Von Krebs- und Gehirnforschung über Molekulare
Biowissenschaften und Computational Medicine bis hin zum
Generalthema Nachhaltige Gesundheitsforschung: Mit der Kooperation
"BioTechMed" verfolgen die Karl-Franzens-Universität Graz, die
Medizinische Universität Graz und die TU Graz das gemeinsame Ziel,
ihre Kompetenzen zu bündeln und mit vereinten Kräften mehr zu
erreichen. Die drei RektorInnen Christa Neuper, Harald Kainz und
Josef Smolle unterzeichneten heute, 22. August 2012, in Alpbach im
Beisein von Wissenschafts- und Forschungsminister Karlheinz
Töchterle sowie der steirischen Wissenschaftslandesrätin Kristina
Edlinger-Ploder den Rahmenvertrag für die Forschungsplattform.

Gebündelte Forschungskompetenzen am Wissenschaftsstandort Graz:
Die Karl-Franzens-Universität Graz, die Medizinische Universität
Graz und TU Graz verstärken mit der zukunftsweisenden Kooperation
"BioTechMed" die interuniversitäre Zusammenarbeit an der
Schnittstelle zwischen Mensch, Technik und Medizin. Im Fokus stehen
Fragestellungen im Bereich Humantechnologie, Medizin, Psychologie
und Pharmazie.

Wissenschafts- und Forschungsminister Karlheinz Töchterle
bekräftigt: "Der Wissenschafts- und Forschungsstandort Graz zeigt in
mehrfacher Hinsicht, welchen Mehrwert gelebte Kooperationen für
Studierende, Lehrende und Forschende bringt. Durch die
interuniversitäre Plattform BioTechMed Graz beweisen die Grazer
Universitäten einmal mehr den Geist der Zusammenarbeit, der etwa
durch die optimale gemeinsame Nutzung von Infrastruktur auch eine
verstärkte internationale Sichtbarkeit und eine Steigerung der
Forschungsstärke mit sich bringt. Beides auch Ziele des
Hochschulplans, der gerade auch in der Steiermark mit Leben erfüllt
wird."

Wissenschaftslandesrätin Kristina Edlinger-Ploder hält fest:
"Kooperationen wie BioTechMed, in der starke Partner im Bereich der
Kernkompetenzen unserer Forschungsstrategie zusammenarbeiten, sind
der wesentliche Erfolgsfaktor für die steirische F&E-Quote, die mit
4,3 % nicht nur österreichweit, sondern auch im Wettbewerb der
europäischen Regionen um Standortpositionierung seit Jahren für
Spitzenrankings sorgen."

Die drei RektorInnen Christa Neuper (Uni Graz), Harald Kainz (TU
Graz) und Josef Smolle (Med Uni Graz) betonen unisono: "Wir setzen
mit BioTechMed ein starkes gemeinsames Zeichen in der Forschung.
Damit zeigen wir einmal mehr, wie zielführend die Universitäten am
Wissenschaftsstandort Steiermark zusammenarbeiten. Gemeinsam können
wir international sichtbare Forschungsaktivitäten entfalten. Alle
Seiten profitieren von der Bündelung der Kompetenzen in vielfacher
Hinsicht."

Starkes Grazer Forschungstrio

Im Zentrum der Kooperation stehen neben der gemeinsamen
Anschaffung und Nutzung von Infrastruktur besonders die Planung,
Organisation und Durchführung gemeinsamer Forschungsvorhaben sowie
Doktoratsprogramme und Post-Doc-Programme. Zu Beginn werden sich die
Maßnahmen des Grazer Universitätstrios auf die Fachbereiche
Molekulare Biomedizin, Neurowissenschaften, Pharmazeutische und
Medizinische Technologie sowie Quantitative Biomedizin und
Modellierung konzentrieren. Darüber hinaus unterstützen die drei
Universitäten die Einrichtung von
Hochleistungs-Infrastrukturzentren, um die Auslastung teurer
Großgeräte zu optimieren.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen auf der Spur

Der Bereich Molekulare Biomedizin bündelt die zahlreichen
interuniversitären Aktivitäten medizinisch relevanter Gebiete: vom
Lipid- und Energiestoffwechsel und den damit zusammenhängenden
Herz-Kreislauf-Erkrankungen über die molekulare Altersforschung bis
hin zur Infektions- und Tumorbiologie. Damit werden wichtige
Forschungsschwerpunkte aller drei Universitäten zukünftig noch enger
miteinander vernetzt und Exzellenz gefördert.

Einblicke ins Gehirn

Faszinierende Einblicke in das menschliche Gehirn gibt schon
jetzt der 3-Tesla-Magnetresonanztomograph, den die drei Grazer
Universitäten als erstes sichtbares Zeichen von BioTechMed im April
2012 eingeweiht haben. Das hochmoderne Gerät im Gesamtwert von 1,6
Millionen Euro macht Reaktionen im Gehirn bis ins kleinste Detail
sichtbar und bildet einen Kristallisationspunkt für die
Gehirnforschung in Graz: Die PsychologInnen der Uni Graz erforschen
mit dem Gerät die Funktionsweisen des Gehirns, TU-ForscherInnen
entwickeln neue Untersuchungs- und Auswerteverfahren, MedizinerInnen
erstellen die geeignete Diagnose und forschen an der Aufklärung von
strukturellen und funktionellen Ursachen von Erkrankungen.

Treffsichere Arzneimittel

Die Entwicklung und Untersuchung zukunftsweisender Arzneimittel
steht im Mittelpunkt des Bereichs pharmazeutische und medizinische
Technologien, des sogenannten "Drug Targeting". Arzneistoffe oder
Substanzen werden zielgerichtet an jenen Ort im Körper
transportiert, wo das Mittel zur Wirkung kommen soll. Dazu werden
häufig Trägermaterialien, Polymere oder Partikel eingesetzt. Der
Wirkungsgrad kann aber auch durch medizinische Techniken erhöht
werden, etwa durch die Steuerung eines Wirkstoffträgers im Körper
mit Hilfe von Magnetfeldern.

Gemeinsame Lösungen für Datenflut

Quantitative Verfahren halten zunehmend Einzug in den Bereich der
Biomedizin. Vor allem durch den Trend einer personalisierten
Medizin, also auf jeden Menschen spezifisch abgestimmte Medikamente,
explodiert die Menge an generierten Daten. Traditionelle Ansätze zur
Dateninterpretation können hier nicht mehr mithalten. Um mit dieser
Flut an Daten umzugehen, bedarf es völlig neuartiger mathematischer
und informatischer Ansätze, die Grazer ForscherInnen im Verbund
weiterentwickeln.

http://biotechmedgraz.at

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